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09 Juli 2020, 16:35

Geburtenstatistik 2019: In Belarus wurden 1000 Zwillinge und 15 Drillinge geboren

MINSK, 9. Juli (BelTA) – Im Jahr 2019 sind in Belarus über 1000 Zwillinge und 15 Drillinge zur Welt gekommen, wie die Abteilungsleiterin für Mutter- und Kinderhilfe beim Gesundheitsministerium Ljudmila Keda vor Journalisten sagte.

„Im Jahr 2019 wurden im Land 87 023 Geburten registriert. In den letzten Jahren wird eine wachsende Zahl von Entbindungen gemeldet, die ohne Komplikationen verlaufen. Im Vorjahr lag der Anteil der normalen Geburten bei 43,1 Prozent und der Anteil der Kaiserschnittgeburten bei 31,3 Prozent. Mit 4,1 Prozent bleibt die Frühgeburtenrate in den letzten Jahren konstant“, so Keda. „In der Geburtenstruktur des Landes machen die Mehrlingsgeburten nur 1,2% aus. Im Vorjahr wurden in Belarus 1071 Mehrlingsgeburten registriert, 15 davon waren Drillinge und der Rest – Zwillinge.“

Die belarussischen Ärzte sind über eine hohe Unfruchtbarkeitsrate besorgt. „Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen dem Alter und der gynäkologischen Anamnese einer Frau. Eine große Rolle spielt die reproduktive Gesundheit von Frauen und Männern. Lag die Zahl der unfruchtbaren Frauen 2005 bei 372,1 je 100.000 Frauen im Alter von 18 bis 49 Jahren, so betrug diese Zahl 2019 bereits 752,4“, so die Expertin.

Die Zahl der Frauen, bei denen zum ersten Mal Unfruchtbarkeit diagnostiziert wird, bleibt jedes Jahr stabil hoch. Unter 100.000 Frauen wurden im Vorjahr 202,5 Unfruchtbarkeitsfälle registriert. „Insgesamt wurden im Vorjahr 15 496 unfruchtbare Frauen gemeldet. Bei 4 171 von ihnen wurde diese Diagnose zum ersten Mal festgestellt“, erzählte Keda.

Nach ihren Angaben nehme auch die Unfruchtbarkeit bei Männern zu. Im Jahr 2019 wurden 3.181 Fälle registriert, das sind 92,2 Fälle pro 100.000 Männer im Alter von 18 Jahren und älter.

Ljudmila Keda betonte, dass mit dem Einsatz moderner Reproduktionstechnologien viele Ehepaare die Möglichkeit bekommen, ein Kind zu zeugen und Eltern zu werden. Im Jahr 2019 betrug die Effizienz der extrakorporalen Befruchtung 40,8 Prozent. „Im Jahr 2019 haben wir 1082 Schwangerschaften betreut, die dank der extrakorporalen Befruchtung möglich wurden. Die Zahl der Geburten durch künstliche Befruchtung machte 1,24 Prozent von der Gesamtzahl der Geburten im Land aus“, fügte die Vertreterin des Gesundheitsministeriums hinzu.

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