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05 Januar 2022, 13:38

Generalstaatsanwalt will Gedenken an die Genozid-Opfer verewigen

MINSK, 5. Januar (BelTA) - Der belarussische Generalstaatsanwalt Andrej Schwed hat dem Ministerrat Informationen mit konkreten Vorschlägen zum Gedenken an die Opfer des Genozids am belarussischen Volk während des Großen Vaterländischen Krieges übermittelt. Darüber informiert die Generalstaatsanwaltschaft.

Im Juli 2021 begann die Arbeit an dieser Initiative. Damals wurde die Regierung aufgefordert, Maßnahmen zur Wahrung der historischen Erinnerung an die Gräueltaten der Nazi-Verbrecher in Belarus zu ergreifen.

Im Zuge der strafrechtlichen Ermittlungen wegen des Genozids an der belarussischen Bevölkerung im Krieg wurden mehrere, der Öffentlichkeit bisher unbekannte Orte festgestellt, wo Massenerschießungen von Zivilisten stattfanden. Um die ideologische Kontinuität der Generationen zu gewährleisten, hat die Generalstaatsanwaltschaft die Initiative auf den Weg gebracht, die Grabstätten der Opfer von Völkermord in eine Liste einzutragen.

Der Ministerrat soll für den Zeitraum 2021-2025 eine interinstitutionelle Ad-hoc-Kommission einrichten, um die Grabstätten der Genozid-Opfer zu dokumentieren, die Fundorte der Überreste zu bewahren oder eine Wiederbestattung der Überreste zu betreuen.

Die Generalstaatsanwaltschaft schlägt vor, einen einheitlichen Gedenkkomplex für die Opfer des Völkermordes während des Großen Vaterländischen Krieges und ein einheitliches Gedenkzeichen für sie zu schaffen sowie einen entsprechenden Gesetzesentwurf auszuarbeiten. Nach Ansicht der Generalstaatsanwaltschaft sollten die Informationen über die Genozid-Opfer auch in das „Gedenkbuch“ der Republik Belarus aufgenommen werden.

Darüber hinaus muss die Arbeit der regionalen und städtischen Exekutivkomitees koordiniert werden, um in den Museen des Landes Ausstellungen zu organisieren, die den Opfern des Völkermords am belarussischen Volk während des Großen Vaterländischen Krieges gewidmet sind.

Diese Maßnahmen dürften es ermöglichen, besonders den jungen Menschen die Idee von Frieden und Unverletzlichkeit der Menschenrechte zu vermitteln. Auch werden sie dazu beitragen, eine objektive Sicht der Werte einer zivilisierten Gesellschaft zu entwickeln und ein ideologisches Instrument zur Bekämpfung des Nationalsozialismus in allen seinen Erscheinungsformen zu etablieren.

Auf Initiative der Generalstaatsanwaltschaft hat das Kulturministerium in Kooperation mit den Exekutivkomitees aller Regionen und der Hauptstadt Minsk mit dieser Arbeit begonnen.

So plant das Belarussische Staatliche Museum für die Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges für das Jahr 2022 eine mobile Ausstellung zum Thema „Der Völkermord am belarussischen Volk“, die in den Städten von Belarus gezeigt werden soll.

Darüber hinaus arbeitet das Museum derzeit an der Erweiterung der Ausstellung „Das NS-Besatzungsregime auf dem Territorium von Belarus. 1941-1944.“

Die Generalstaatsanwaltschaft schlug der Regierung außerdem vor, dass die Bildungs- und Informationsministerien ihre Informations-, Bildungs- und Erziehungsarbeit aktualisieren und systematisieren, um die moralische, soziale und politische Einstellung der jungen Generation zu den Ereignissen und Ergebnissen des Zweiten Weltkriegs, den grundlegenden Werten der Gesellschaft und dem historischen Gedächtnis zu bilden, auch durch die Aufnahme entsprechender Inhalte in den Unterrichtsplan.

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