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Gesellschaft
03 September 2021, 18:58

Gesundheitsminister: Belarus will chinesische Arzneimittel herstellen

MINSK, 3. September (BelTA) – Das Gesundheitsministerium ist daran interessiert, die Produktion chinesischer Arzneimittel in Belarus zu lokalisieren, sagte Gesundheitsminister Dmitri Pinewitsch beim Online-Forum für Zusammenarbeit im Bereich internationales Gesundheitswesen und pharmazeutische Innovationen.

„Das Gesundheitsministerium ist generell an einer Vertiefung der belarussisch-chinesischen Zusammenarbeit im Gesundheitswesen interessiert. Gesundheitsbehörden der beiden Staaten haben am 25. April 2019 eine Absichtserklärung über die Zusammenarbeit im Gesundheitswesen unterzeichnet. In diesem Zusammenhang bestätigt das Gesundheitsministerium der Republik Belarus seine Bereitschaft, chinesische Gesundheitsexperten nach Belarus einzuladen und einen Fahrplan für Kooperation zu unterzeichnen“, sagte Pinewitsch.

Belarus ist sehr daran interessiert, chinesische Arzneimittel hier zu produzieren. Das betrifft auch Impfstoffe gegen das Coronavirus. Im Industriepark Great Stone sind die besten rechtlichen Bedingungen für unternehmerische Tätigkeit geschaffen.

Die belarussische Regierung hat den neuesten Trends in der Medizin und Pharmazie stets große Aufmerksamkeit geschenkt und misst daher der Entwicklung der traditionellen chinesischen Medizin viel Aufmerksamkeit. In Kreisstädten wurden entsprechende Zentren eingerichtet. Darüber hinaus ergreift das Gesundheitsministerium Maßnahmen zur Förderung der traditionellen chinesischen Medizin, die die Anwendung von Reflextherapiemethoden, speziellen Massagetechniken, diagnostischen Methoden und therapeutischer Gymnastik umfasst. Diese Techniken finden in Belarus breite klinische Anwendung. Einige Zentren für traditionelle chinesische Medizin in Belarus beschäftigen chinesische Spezialisten, und belarussische Reflexologen sind in China ausgebildet worden.

Der Minister bedankte sich bei der chinesischen Seite für die Zusammenarbeit im Bereich sanitäres und epidemiologisches Wohlergehen der Bevölkerung. China hat Belarus viele Arzneimittel gespendet, die sich bei der Vorbeugung und Behandlung der durch COVID-19 verursachten Lungenentzündung als wirksam erwiesen haben.

„Die Zusammenarbeit zwischen Belarus und China bei der Bekämpfung des Coronavirus kann zu Recht als vorbildlich bezeichnet werden“, so der Minister. Er erinnerte daran, dass Belarus auf Verordnung des Präsidenten Alexander Lukaschenko als erstes Land der Welt ein Flugzeug mit humanitärer Hilfe nach China geschickt hat. Später wurde ein weiteres Flugzeug geschickt. Die Entsendung humanitärer Hilfe nach China wurde zu einem guten Beispiel für andere Länder. Auch aus China hat Belarus einen großen Teil der Hilfe bekommen.

Dmitri Pinewitsch hält die chinesischen Erfahrungen in der Diagnostik und Behandlung von Coronavirus-Infektionen, die von chinesischen Fachleuten in zahlreichen Videokonferenzen offen dargelegt wurden, für zeitgemäß und äußerst wichtig.

Eine dynamische Entwicklung der belarussisch-chinesischen Beziehungen in Politik, Handel und Wirtschaft ist vor allem auf die gemeinsamen Prinzipien der Innen- und Außenpolitik sowie auf die gleichen Ansichten zu den wichtigsten Problemen der Weltagenda zurückzuführen. „Die Beziehungen zwischen Belarus und China sind seit vielen Jahren durch einen aktiven politischen Dialog und ein freundschaftliches Klima geprägt. Und gerade in der gegenwärtigen Weltlage ist es wichtiger denn je, eine solche Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Verabschiedung strategischer Antwortmaßnahmen zu koordinieren“, resümierte Dmitri Pinewitsch.

Das Forum findet vom 2. bis 6. September in Peking während der Internationalen Messe für Handel mit Dienstleistungen statt. Ziel ist es, die Errungenschaften der pharmazeutischen Innovation in China und anderswo zu präsentieren und den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen China, den Ländern der Belt and Road Initiative und der SOZ im Bereich der Pharmaindustrie zu fördern.

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