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Gesellschaft
07 Mai 2021, 17:35

Golowtschenko: Dass Belarus selbstständige Entscheidungen trifft, ist vielen nicht recht

MINSK, 7. Mai (BelTA) – Premierminister Roman Golowtschenko hat heute, am Vorabend des Tages des Sieges, den Militärfriedhof in Minsk besucht, wo er an einer Gedenkveranstaltung für die im Großen Vaterländischen Krieg Gefallenen teilgenommen hat.

„Wir würden gerne das Leid, die Opfer und die Schrecken dieses Krieges für immer vergessen. Wir würden gern dieses Kapitel für immer schließen. Aber wir müssen leider immer öfter auf die Lehren der Vergangenheit zurückgreifen. Wir wissen immer noch, wie im Jahr 1994, als Belarus zu einem unabhängigen Staat wurde, westliche Länder uns ihre Unterstützung zugesprochen haben: bei der Wahrung der Souveränität und bei der Selbstbestimmung, die ohne wirtschaftlichen Druck und Zwang erfolgen sollte. Aber kaum war die Tinte unter dem Vertrag trocken, sahen wir uns jenem Druck und jenem Zwang ausgesetzt, vor denen uns der Westen so schützen wollte. Seit 1994 war Belarus ständig ein Angriffsziel“, sagte Roman Golowtschenko.

Ein freies, unabhängiges und souveränes Belarus sei vielen nicht recht, sagte er. „Nicht allen gefällt es, wenn wir auf unserem Boden eigene Entscheidungen treffen, wenn wir uns dabei von den Interessen unseres Volkes leiten lassen. Und je länger wir den Kurs auf Unabhängigkeit und Souveränität halten, desto härter und raffinierter sind die Angriffsmethoden unserer Gegner“, betonte der Premierminister.

„Dieser Militärfriedhof ist ein heiliger Ort. Hier gedenken wir unserer Großväter und Urgroßväter, die unglaublich viel durchstehen mussten. Hier wollen wir aber auch eine Antwort geben, all denjenigen, die heute auf Belarus Druck ausüben. Belarus wird niemals in die Knie gehen. In der gesamten Weltgeschichte konnte niemand Belarus in die Knie zwingen“, fügte er hinzu.

Roman Golowtschenko machte darauf aufmerksam, dass selbst 75 Jahre nach dem Krieg immer neue Fakten ans Licht kommen. Früher hat ihnen niemand eine solche Bedeutung beigemessen. „Alte Archive werden geöffnet, wir bekommen neue Fakten darüber, wie sich verschiedene Menschen in den Kriegsjahren verhalten haben. Früher haben wir mehr über die Helden gesprochen. Und das war richtig so. Heute müssen wir aber auch über die Verräter sprechen. Das ist eine Aufarbeitung der Vergangenheit, eine Neubewertung der Kriegsgeschichte mit dem Ziel, dass so etwas nie wieder passiert“, sagte er.

Öffentliche Organisationen und Vereine, die sich mit der Erhaltung des historischen Erbes befassen und den Kriegshelden eine Stimme geben, können der heutigen Jugend als Vorbild dienen. „Wir dürfen unsere Vergangenheit nie vergessen. Denn eine Nation, die ihre Vergangenheit vergisst, hat keine Zukunft“, resümierte der Premierminister.

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