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06 Mai 2022, 18:36

Golowtschenko: Wert und Bedeutung des Tages des Sieges bleiben in historischer Erinnerung des Volkes

MINSK, 6. Mai (BelTA) – Der Wert und die Bedeutung des Tages des Sieges werden in der historischen Erinnerung des belarussischen Volkes bleiben. Das erklärte der belarussische Premierminister Roman Golowtschenko während der feierlichen Veranstaltung im Palast der Republik.

„Der Tag des Sieges hatte in Belarus immer einen besonderen Stellenwert. Es ist ein großes Erbe, das wir von der Generation der Sieger übernommen haben. Der Preis dafür beziffert sich in Millionen verlorener Menschenleben und in Milliarden unersetzbarer Ressourcen. Vor allem aber ist es eine Erinnerung, die hart, unbarmherzig und gerecht ist. Solange diese Erinnerung aufrechterhalten bleibt, wird auch Belarus selbst weiterleben. Nicht umsonst sind die Bedeutung und der Wert dieses Feiertages in der historischen Erinnerung des belarussischen Volkes verankert“, sagte Roman Golowtschenko.

Er betonte, dass es im Jahr der historischen Erinnerung wichtiger denn je ist, den heldenhaften Sieg von 1945 zu würdigen. Dieser Sieg hat die Chance für ein neues, friedliches Leben eröffnet. „Für die Belarussen ist der Sieg im Großen Vaterländischen Krieg ein nationaler und militärischer Stolz. Alle Völker der ehemaligen Sowjetunion standen angesichts des gemeinsamen Unglücks, angesichts der drohenden Versklavung und Vernichtung zusammen und bewiesen eine nie dagewesene Entschlossenheit, Mut und Selbstaufopferung. Die deutsche Kriegsmaschinerie, angetrieben von den Ideen des Nationalsozialismus, verdammte viele Völker und Staaten zu Sklaverei und Zerstörung. Nachdem sie praktisch das ganz Kontinentaleuropa erobert hatte, hofften die Nazis auf einen schnellen Sieg auch auf dem belarussischen Boden. Aber die Besatzer haben sich bitter verrechnet“, sagte der Premierminister.

„Die Grenzsoldaten, die Verteidiger der Festung Brest, die Truppen, die in der Nähe von Grodno, Slonim, Minsk, Bobruisk, Borissow, Lepel und Polotsk, Tolotschin und Mogilev, Rogatschew und Gomel selbstlos kämpften, zeigten einen beispiellosen Heroismus, konnten aber den Ansturm der feindlichen Übermacht nicht lange aufhalten,“ erinnerte der belarussische Regierungschef. „Aber in den besetzten Gebieten haben die belarussischen Patrioten vom ersten Tag an eine landesweite Widerstandsbewegung ins Leben gerufen. Die Partisanenbewegung in Belarus war historisch ohnegleichen und ist in die Weltgeschichte als eine der weitreichendsten und umfangreichsten Bewegungen eingegangen. Menschen jeden Alters und jeder Nationalität sind aufgestanden, um ihre gemeinsame Heimat zu verteidigen. Es ist kein Zufall, dass Belarus als Partisanenrepublik bezeichnet wird“, sagte Roman Golowtschenko.

Mehr als 1.300 Tausend Belarussen kämpften selbstlos in der Roten Armee. Für ihren Mut und ihr Heldentum wurden 449 Belarussen mit dem hohen Titel „Held der Sowjetunion“ ausgezeichnet, und vier Helden erhielten diesen hohen Titel zweimal.

„Die Dankbarkeit gegenüber den sowjetischen Kriegern, die bei der Befreiung von Belarus großen Heldenmut bewiesen haben, werden die Menschen in unserem Land immer in ihren Herzen tragen. Die belarussische strategische Operation „Bagration“ ist zu einem Musterbeispiel militärischer Kunst und zu einer der schönsten Seiten nicht nur des Großen Vaterländischen Krieges, sondern des gesamten Zweiten Weltkrieges geworden. Sie führte zur Niederlage einer der stärksten Gruppen des Feindes - der Heeresgruppe Mitte - und schuf die Voraussetzungen für die vollständige Befreiung Europas. Aber der Sieg hatte einen sehr hohen Preis“, sagte der Premierminister.

Es ist dokumentiert, dass während des Großen Vaterländischen Krieges auf dem Gebiet der BSSR und in anderen Ländern eine systematische Politik der Auslöschung betrieben wurde. „Es wurden Strafaktionen und Zwangsdeportationen durchgeführt, es wurden Konzentrations- und Todeslager eingerichtet. Es wurden grausame medizinische Experimente durchgeführt, auch an Kindern. Der Plan der Dritten Reiches war es, das belarussische Volk durch einen Völkermord auszurotten. Nur wenige Menschen sollten am Leben bleiben, um den neuen Herren zu dienen“, so Roman Golowtschenko.

Auf dem besetzten Gebiet richteten die Nazis über 260 Vernichtungslager ein, um Kriegsgefangene und Zivilisten zu ermorden. Während des Krieges führten die Nazis mehr als 140 größere Strafaktionen in Belarus durch. Sie haben fast 9200 Dörfer und Weiler niedergebrannt, von denen 5295 das Schicksal von Chatyn teilten - sie wurden samt den Einwohnern niedergebrannt. 186 Dörfer wurde nie wieder wiederaufgebaut.

Aus Belarus wurden mehr als 400 000 Menschen nach Deutschland verschleppt, von denen Zehntausende starben, weil sie den harten Arbeitsbedingungen nicht standhalten konnten. Nicht weniger als 1400 Tausend Menschen wurden an Orten der Zwangsinhaftierung von Zivilisten getötet. Während des Krieges verlor Belarus mehr als 2.200 Tausend Menschen, also jeden dritten Einwohner.

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