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Gesellschaft
20 Mai 2022, 18:01

Golowtschenko zur Lage in der Ukraine: Belarus plant keine Beteiligung an bewaffneter Konfliktlösung

MINSK, 20. Mai (BelTA) – Belarus ist keine Konfliktpartei und hat nicht die Absicht, sich an der Konfliktlösung auf militärischem Wege zu beteiligen. Das erklärte der belarussische Premierminister Roman Golowtschenko in einem Interview mit dem Fernsehsender Al Arabiya.

„Der kollektive Westen versucht, uns das Etikett eines Aggressors oder Co-Aggressors anzuhängen. Auf diese Weise wird der Sanktionsdruck auf Belarus gerechtfertigt. Belarus ist jedoch keine Konfliktpartei und beabsichtigt nicht, sich auf militärischem Wege an der Lösung des Konflikts zu beteiligen. Und wir haben diesen Gedanken auf allen Ebenen mehrmals zum Ausdruck gebracht. Belarus ist ein friedliches Land; unsere Verfassung verbietet uns jede Aggression gegen andere Staaten“, sagte Roman Golowtschenko.

Gleichzeitig sind sich die Belarussen des Ernstes der Lage bewusst. „Es handelt sich nicht um einen russisch-ukrainischen Konflikt. Hinter der Ukraine stehen Kriegsfanatiker, die auf jeden Fall an einer Verschärfung des Konflikts interessiert sind. Massive westliche Rüstungslieferungen an die Ukraine haben genau das zum Ziel“, ist der Premierminister überzeugt.

In Belarus sieht man, wie NATO ihre Truppen an die EU-Belarus-Grenze verlegen und ihre Präsenz verstärken. „In Polen und den baltischen Staaten, vor allem in Litauen, finden groß angelegte Militärübungen statt. Nicht irgendein nationales NATO-Kontingent, sondern ein amerikanisches Militärkontingent wird dort stationiert. Wie sollten wir damit umgehen? Natürlich ergreifen wir Maßnahmen, um uns auf die Verteidigung unserer Souveränität und Sicherheit vorzubereiten, falls wir reagieren müssen. Belarus schließt jedoch eine Aggression gegen andere Staaten aus. Deshalb verstärken wir unsere militärische Sicherheit einzig und allein mit dem Ziel, eine mögliche Bedrohung abzuwehren“, sagte Roman Golowtschenko.

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