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Gesellschaft
24 November 2021, 11:32

Groß angelegte soziologische Erhebung erfolgt in Belarus im Vorfeld des Verfassungsreferendums

MINSK, 24. November (BelTA) – Im Vorfeld des Referendums wird in Belarus eine große soziologische Umfrage durchgeführt. Darüber sprachen belarussische Soziologen bei einer Sendung des TV-Kanals "Belarus 1".

"Die heutige Realität zeigt, dass dieses Wissen auf vielen verschiedenen Ebenen der heutigen Gesellschaft nachgefragt wird. Meine Kollegen aus dem Institut für Soziologie führen zahlreiche Studien durch. Zu den jüngsten gehören Studien über das immer noch sehr akute COVID-Problematik: die Einstellung der Menschen, das Sicherheitsgefühl in der gegenwärtigen Situation und eine Reihe anderer damit verbundener Aspekte. Wir untersuchen auch solche Phänomene, die mit der gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklung zusammenhängen, wie Patriotismus, historisches Gedächtnis und die Einstellung zur Vergangenheit. Die Schwerpunkte liegen auch auf dem Alltag, der Zufriedenheit mit verschiedenen Lebensbedingungen", sagte Nikolaj Mysliwets, Doktor der Soziologie und Direktor des Instituts für Soziologie der Nationalen Akademie für Wissenschaften von Belarus.

Irina Lashuk, promovierte Soziologin und Dozentin an der Belarussischen Staatlichen Wirtschaftlichen Universität (BSEU), erinnerte an eine kürzlich vom BSEU-Zentrum für soziale und humanitäre Forschungen durchgeführte Umfrage zum Thema mobile Kommunikation. "Ich muss gleich sagen, dass es eine gewisse Skepsis hervorgerufen hat. Mobiltelefone, die Leute sitzen im Auto oder irgendwo anders, sie haben keine Lust zu reden, und wir stellen ihnen so ernste Fragen. Aber es war wichtig, es auszuprobieren, um die Leute wirklich zu fesseln so zu sagen. Wir haben 1.000 Menschen in der gesamten Republik befragt. Die erste Frage lautete: Was halten Sie von der Durchführung eines Referendums im Land, um die geltende Verfassung zu ändern? Die Ergebnisse zeigen: 43,8 % sind dafür, 18,3 % eher dafür. Wenn wir diese Erhebungen zusammenzählen, kommen wir auf mehr als 60 %. Es ist jedoch anzumerken, dass 17,6 % der Befragten Schwierigkeiten hatten, diese Frage zu beantworten. Die zweite Frage lautete: Sind Sie der Meinung, dass Änderungen an der geltenden Verfassung notwendig sind? 32,7% haben mit „Ja“, 30,4% mit „Eher ja“ geantwortet. Und 17 % der Befragten haben sich noch nicht entschieden, was sie davon halten. Die dritte und eine sehr wichtige Frage war: Haben Sie vor, am Referendum über die Änderung der geltenden Verfassung teilzunehmen? 38 % würden auf jeden Fall gehen, 21,6 % gehen eher. Die vierte sehr wichtige Frage war: Wie wird sich ein Referendum über die Änderung der Verfassung auf die Situation im Land auswirken? Erhebliche positive Veränderungen werden von 23,9 %, geringfügige Verbesserungen von 26,3 % der Befragten erwartet. Und stellen Sie sich vor, dass wiederum 18 % der Befragten Schwierigkeiten mit der Antwort hatten“, erzählte Irina Laschuk.

Jetzt, im Vorfeld des Referendums, erfolgt in Belarus eine groß angelegte soziologische Erhebung. "Wir haben eine sehr große Auswahlgesamtheit, von etwa 10 Tausend Respondenten. In der Regel greifen Soziologen bei ihren Untersuchungen auf eine kleinere Auswahlgesamtheit zurück, aber in diesem Fall haben wir uns für diesen Ansatz entschieden, weil wir dank der an der Umfrage teilnehmenden Menschen die Möglichkeit haben, die möglichst breite Kreisen mit den Inhalten, die sowohl Soziologen als auch die gesamte Gesellschaft interessieren, umzufassen. Zu den Fragen, die unseren Befragten gestellt werden, gehören die Bewertung ihrer eigenen sozioökonomischen Situation, die Dynamik dieser Situation und Fragen über unsere Beziehungen zu unseren Nachbarn wie Russland und andere Länder. Insgesamt beinhaltet der Fragebogen 24 Fragen, wobei der größte Block die Erwartungen an die geplanten Änderungen in der Verfassung betrifft“, erläuterte Nikolaj Mysliwets.

Nach einer so umfangreichen Studie plant das Institut für Soziologie eigene Erhebungen zu diesem Thema. "Da die Welt im Fluss ist, muss die Situation in ihrer Dynamik verfolgt werden, und dazu dient die Soziologie. Bei Forschungen werden heutzutage komplexe Methoden eingesetzt. Bei der Umfrage, von der es heute die Rede ist, wird eine Face-to-Face-Methode angewandt. Wir verwenden in unserer Praxis auch eine Umfrage unter den Abonnenten des städtischen Festnetzes, wodurch die Repräsentativität der an der Umfrage Teilnehmenden gewährleistet wird. Ich kann jetzt nicht sagen, wann unsere Umfrage abgeschlossen ist. Zumindest nimmt sie noch einige Wochen in Anspruch. Neben der Umfrage selbst müssen die Informationen erfasst und verarbeitet werden, was ebenfalls recht zeitaufwändig ist“, so Nikolaj Mysliwets.

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