Projekte
Services
Staatsorgane
Freitag, 3 April 2020
Minsk 0°C
Alle Nachrichten
Alle Nachrichten
Gesellschaft
18 Februar 2020, 15:27

GUS rüstet sich für Terrorismusbekämpfung auf

MOSKAU, 18. Februar (BelTA) – Bei einem Treffen in Moskau haben die Leiter (Stabschefs) nationaler Antiterrorismuszentren der GUS-Mitgliedstaaten über die Prioritäten der Zusammenarbeit der GUS-Länder im Kampf gegen den Terrorismus gesprochen, wie das GUS-Antiterrorismuszentrum gegenüber BelTA mitteilte.

„Unter Berücksichtigung der kurzfristigen Lageentwicklung wurden vom GUS-Antiterrorismuszentrum folgende Bereiche bei der Zusammenarbeit und Koordination der Bemühungen zur Bekämpfung von Terrorismus und Extremismus in der GUS als vorrangig definiert: Bekämpfung einzelner Terroristen und „schlafenden Zellen“ terroristischer Organisationen, zwischenstaatliche Zusammenarbeit zu ihrer Aufdeckung; Filtration und Prävention bei der Arbeit mit Personen, die aus terroristisch riskanten Regionen zurückkehren; Bekämpfung von Terrorismus durch und in den Medien – mittels der Instrumente der Kontrapropaganda und Informationskampf gegen destruktive Vorgänge; Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung und der materiellen Aufrüstung internationaler Terrorgruppen; Stärkung der länderübergreifenden Fahndungstätigkeit im GUS-Raum.

Der Leiter des GUS-Antiterrorismuszentrums Andrej Nowikow betonte, dass die Einschätzung kurzfristiger terroristischer Bedrohungen im GUS-Raum die aktuelle Tagesordnung der Besprechung bestimmt habe. Die Teilnehmer des Treffens sind bestrebt, praktische Aufgaben im Kampf gegen den Terrorismus zu lösen, die Positionen der zuständigen Behörden aufeinander abzustimmen und optimale, bewährte Praktiken in diesem Bereich zu bilden.

„Im Verlauf der Besprechung wurden mehrere Trends und Faktoren festgestellt, die die Sicherheit der GUS-Mitgliedsstaaten zum gegenwärtigen Zeitpunkt beeinflussen“, hieß es aus dem Pressezentrum. „Dazu gehören die Bildung von schlafenden Zellen – sie setzen sich hauptsächlich aus den Personen zusammen, die aus den Konfliktherden nach Hause zurückkehren; die Fortsetzung der Rekrutierungsaktivitäten in terroristischen und extremistischen Organisationen; die Verbreitung des terroristischen und extremistischen Ideenguts durch Mitglieder internationaler Terrororganisationen (Propaganda); der Einsatz neuer digitaler Technologien durch Terroristen.“

Am Rande des Treffens trafen sich Vertreter der GUS-Sonderdienste, um die Vorbereitung einer gemeinsamen Übung „Kaspij-Antiterror 2020“ zu erörtern, deren Hauptthemen die Sicherheitstechnologien in der kaspischen Region betreffen werden. Derzeit wird an einem Szenario für die Übung gearbeitet. Anschließend werden die Teilnehmer bestimmt.

An der Tagung nahmen Delegationen der Sicherheitsbehörden und Sonderdienste (zuständige Behörden) Armeniens, Aserbaidschans, der Republik Belarus, Kasachstans, Kirgisistans, Moldawiens, Russlands, Tadschikistans, Turkmenistans und Usbekistans, Vertreter der GUS-Gremien und internationaler Partnerorganisationen - des SOZ-Exekutivkomitees in der Region und des OVKS-Sekretariats - teil.

Die Besprechung der Leiter (Stabschefs) der nationalen GUS-Antiterrorismuszentren findet im Rahmen des bestehenden Kooperationsprogramms der GUS-Staaten zur Bekämpfung des Terrorismus und anderer Erscheinungsformen des Extremismus statt. Am 19. Februar findet eine Plenarsitzung des wissenschaftlichen Beirats statt, wo die digitalen Technologien und ihr Einsatz für terroristische Zwecke im Mittelpunkt stehen werden.

Abonnieren Sie uns auf
Twitter
Letzte Nachrichten aus Belarus