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20 Juni 2024, 12:48

Hier begann der Krieg. Die Geschichte einer Festung, die den ersten Schlag des Feindes einstecken musste und zum Symbol für die Stärke des Volkes wurde

MINSK, 20. Juni (BelTA) - Die Festung Brest war die erste, die im Sommer 1941 den Schlag des Feindes einstecken musste und zum Symbol für die Stärke und den Geist der Nation wurde. Die deutsche Artillerie hat um 4 Uhr des 22. Juni ein massives Feuer auf die Festung eröffnet. Fast alle Geschütze des 12. Infanteriekorps der Wehrmacht waren im Einsatz. Tausende Granaten und Minen flogen auf die Festung.
Aufgeweckt durch das Getöse griffen die Beschützer der Festung, nachdem sie den ersten Schock überwunden hatten, nach Gewehr. Der Kampf hat begonnen. Die Angriffstruppen der Wehrmacht haben mit einem zähen Widerstand nicht gerechnet. Sie wurden zerstreut und teilweise vernichtet. Aber die Festung wurde praktisch seit den ersten Stunden des Krieges belagert. An den Festungsanlagen Wolyn und Kobrin wurden verzweifelte Kämpfe ausgetragen. Auf der Südinsel (Pogranitschny) lieferten sich Verteidiger und Angreifer einen Nahkampf. In der Nacht zum 23. Juni zogen die Deutschen ihre Einheiten aus dem Umkreis der Festung zurück und setzten Artillerie ein, um die Festung komplett zu vernichten.

Brest war um 7 Uhr morgens am 22. Juni gefallen. Nur am regionalen Militärkommissariat und auf dem Bahnhof Brest gab es vereinzelten Widerstand. Im Kommissariat wehrten sich mehrere Dutzend Soldaten und Kommandeure mit Hilfe von Handfeuerwaffen und einem Maschinengewehr verzweifelt gegen die deutsche Kompanie. Dem Feind gelang es, die Verteidigung mit Panzerabwehrkanonen zu unterdrücken. Das Gebäude wurde direkt beschossen. Die Deutschen brauchten mehr Zeit, um den Bahnhof unter Kontrolle zu nehmen.

Die Angreifer versuchten auf jede erdenkliche Weise, die Eisenbahninfrastruktur zu erhalten. Deshalb schickten sie Pioniere der 45. Infanteriedivision zur Eroberung der Brücke über den Bug, die das Objekt zuvor gründlich untersucht hatten. Sie versuchten auch, den Eisenbahnknotenpunkt in der Stadt ohne Zerstörung und Beschädigung einzunehmen.

Der Feind nahm den Bahnhof „Brest-Passaschirski“ gegen 9-10 Uhr morgens ein. In den Kellern des riesigen Gebäudes versteckten sich in den ersten Stunden des Krieges Reisende, Soldaten, die sich auf dem Weg zu ihren Einheiten befanden, Bahnhofsangestellte und Polizisten. Die Nazis forderten sie auf, sich zu ergeben. Daraufhin verließen Frauen und Kinder das Gebäude. Die Soldaten, meist mit Pistolen und Revolvern bewaffnet, nahmen die Verteidigung auf. Die letzten Soldaten verließen die Kellerräume erst am 29. Juni, als Minsk bereits besetzt war.

Die Festung Brest leistete weiterhin Widerstand, und am 29. Juni setzten die Besatzer Flugzeuge gegen die Verteidiger ein. Als die Flugbomben fielen, explodierte die Munition, die im Lager der Verteidiger lag. Es kam zu einem Großbrand. Aber selbst nach diesem Feuer blieben einige Gruppen sowjetischer Kämpfer in der Festung, die fast einen Monat lang Widerstand leisteten.
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