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Gesellschaft
22 September 2021, 18:01

Hunde, Schocker und Drohungen: Polens Grenzer schieben irakischen Migranten über die Grenze zurück

GRODNO, 22. September (BelTA) – An der polnisch-belarussischen Grenze wurde ein 20-jähriger Iraker bewusstlos gefunden, teilte der belarussische Grenzdienst der Telegraphenagentur BelTA mit. Der Mann erzählte später vor Journalisten, polnische Grenzbeamte hätten gegen ihn Elektroschocker, Hunde und Waffen eingesetzt, um ihn über die Grenze auszustoßen.

Eine Grenzstreife im Kreis Swislotsch hat in der unmittelbaren Nähe zur belarussisch-polnischen Grenze einen Ausländer gefunden, der bewusstlos da lag und allem Anschein nach misshandelt wurde. Die polnischen Grenzsoldaten standen gerade auf der anderen Seite der Staatsgrenze und schauten gleichmütig zu.

Der junge Mann wurde in das städtische Krankenhaus abtransportiert und medizinisch behandelt. Zuerst befand er sich auf der Intensivstation und wurde später in die Chirurgie überführt.

Bei dem Gefundenen handelt es sich um einen 20-jährigen Iraker, der zusammen mit seinem Freund 4 Tage in Polen verbrachte.

„Wir waren im Wald, hatten nichts zu essen und nichts zu trinken. Ich war frustriert und erschrocken. Die polnischen Grenzer haben mich über die Grenze zurückgeschoben. Sie hetzten Hunde auf mich, bedrohten mit Waffen und setzten Elektroschocker ein. Sie warnten mich, das sich nicht zurückkomme, sonst werden sie mich töten“, erzählte der Mann. Wo sich sein Freund befinde, wisse er nicht.

In der Stadtklinik wurde er verpflegt und medizinisch behandelt. Das bestätigte auch die Chefärztin der Klinik Larissa Klimtschuk. Sie sagte auch, dass der Verletzte einen irakischen Pass und einen negativen PCR-Test aus einer polnischen medizinischen Einrichtung mit dabei hatte.

Aus der medizinischen Notfallkarte, die auf dem polnischen Territorium angefertigt wurde, geht hervor, dass der junge Mann am 20. September von der polnischen Grenzpolizei in einem Sommerhaus gefunden wurde. Die Ärzte, die sofort gerufen wurden, stellten fest, dass der Mann sich im Schockzustand befand und sich über die Übelkeit, Beinschmerzen und eine am Zaun zugezogene Risswunde beschwerte. Der physische Zustand war schlecht, aber die polnischen Mediziner gaben ihm nur ein Schmerzmittel. Die Grenzer haben ihn später zur belarussischen Grenze gebracht und zurückgeschoben.

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