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Gesellschaft
04 Mai 2022, 18:28

Im Jahr der historischen Erinnerung sprechen wir mit Recht über den Genozid am belarussischen Volk

MINSK, 4. Mai (BelTA) – Im Jahr der historischen Erinnerung haben wir das volle Recht, über den Völkermord am belarussischen Volk während des Großen Vaterländischen Krieges zu sprechen. Das erklärte Premierminister Roman Golowtschenko heute beim Besuch des Minsker Gymnasiums Nr.43. Der belarussische Regierungschef durfte im Vorfeld des 77. Jahrestages des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg einer Geschichtsstunde beiwohnen.

Golowtschenko trat vor den Schülern auf. „Das Wort Genozid haben wir vor nicht zu langer zeit in unser Vokabular aufgenommen. Wir haben öffentlich erklärt, dass wir mit der Untersuchung der Massenmorde auf dem Territorium der Republik Belarus während des Zweiten Weltkrieges begonnen haben. Viele Jahrzehnte lang wurde nicht oder nicht so viel darüber gesprochen. In diesem Jahr 2022, das in Belarus zum Jahr der historischen Erinnerung ausgerufen wurde, können wir mit Recht über den Genozid an unserem Volk sprechen. Besonders wenn wir sehen, welchen starken und heftigen Druck andere Staaten auf uns ausüben. Dabei sind es unter anderem diese Staaten gewesen, die den Völkermord an unserer Bevölkerung entfesselt haben.“

Im Vorfeld des Tages des Sieges finden in ganz Belarus thematische Treffen statt. Im Mittelpunkt stehen die Ereignisse der Kriegsjahre, die das Schicksal der sowjetischen Bürger auf eine tragische Weise beeinflussten, der Mut und das Heldentum des belarussischen Volkes, sein heldenhaftes Erbe und die Bedeutung der historischen Erinnerung.

Unter den Gymnasiasten herrscht Einigkeit in Bezug auf die Heldentat des belarussischen Volkes im Zweiten Weltkrieg. „Niemand darf das vergessen. Leider weiß unsere Generation viel weniger über die Ereignisse von damals als die Generation der Sieger. Wir müssen aber die Wahrheit weitertragen“, sagte Gymnasiastin Alexandra Schpakowskaja.

„Mein Urgroßvater, Alexander Ionow, zog in den Krieg als Kommandant einer Panzerkompanie in der Nähe von Witebsk. Das Ende des Krieges erreichte er als Major. Ich bin stolz auf ihn. Ich glaube, dass die Erinnerung an ihn und an viele andere lebende und tote Menschen nicht verloren gehen darf“, fügte Alexander Ionow, ein anderer Gymnasialschüler, hinzu. „Im heutigen Medienraum wird sehr viel vergessen. Es werden Lügen verbreitet, unzuverlässige Informationen, Verdrehungen von Fakten. Solche Treffen wie das heutige dienen dazu, dass die junge Generation mehr über die Ereignisse von damals und über die Schrecken des Krieges erfährt. Solche Treffen lassen die Heldentaten unserer Großväter nicht vergessen“.

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