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27 März 2020, 09:56

In Belarus ausreichende Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung von COVID-19

Archivfoto
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MINSK, 27. März (BelTA) – Belarus hat ausreichende Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Coronavirus COVID-19 einzudämmen. Diese Meinung äußerte der belarussische Analytiker, Publizist, Blogger, Experte des Ukrainischen Instituts der Zukunft, der in Kiew wohnt, Igor Tyschkewitsch, im Interview mit Ukrlife.TV, wie die Nachrichtenagentur BelTA berichtet.

Der Experte bemerkte, das belarussische Gesundheitssystem befinde sich auf einem hohen Niveau, was eine wirksame Bekämpfung des Coronavirus ermögliche. Das Land habe Infektionskrankenhäuser erhalten. Es gebe das Landesweite wissenschaftlich-praktische Zentrum für Epidemiologie und Mikrobiologie – ein Netzwerk von Laboratorien der höchsten (vierten) Stufe der biologischen Sicherheit. Es gebe in der Welt nur 39 solcher Zentren. Folglich gehöre Belarus nach der Zahl der Laboruntersuchungen pro Kopf zu den zehn Ländern der Welt.

Das belarussische Gesundheitssystem war einst auf die Entwicklung des Medizintourismus, insbesondere auf dem Gebiet Organtransplantation, ausgerichtet. Heute gehört Belarus zu den 20 Ländern, die in Bezug auf den Entwicklungsstand der Transplantologie zu den führenden Ländern gehören. Diese Operationen sorgen für die Verfügbarkeit von Beatmungsgeräten, von denen es im Land mehr als 2 Tsd. gibt, sowie von mehr als 1,5 Tsd. Anästhesie- und Beatmungsgeräten, die zur künstlichen Beatmung der Lunge eingesetzt werden können. Belarus ist z.B. den USA und Italien in der Verfügbarkeit solcher Geräte voraus.

Das eingebaute System lasse bei der Entdeckung eines Patienten innerhalb von 24 Stunden einen Labortest durchführen und alle Kontakte der ersten Ebene isolieren. Sie werden ebenso wie Patienten mit bestätigtem COVID-19 ins Krankenhaus eingeliefert.

Igor Tyschkewitsch nannte als wirksame Maßnahmen, die in Belarus angewandt werden, die Verschiebung von geplanten Patienten, die maximale Übertragung von Dienstleistungen auf ein elektronisches System, die Umstellung von Krankenhäusern, die Mobilisierung von medizinischem Personal und deren Schutz. Diejenigen, die aus Ländern mit hohem Coronavirus-Risiko kommen, und Patienten mit Lungenentzündung werden notwendigerweise auf COVID-19 getestet.

Südkorea, Schweden und Singapur haben solche Ansätze im Kampf gegen das Coronavirus ohne Quarantänemaßnahmen demonstriert. „Wenn das System funktioniert, wozu man Quarantäne einführen und die Wirtschaft stoppen“, bemerkte der Experte.

Seiner Meinung nach werde die Quarantäne eingeführt, wenn die Ressourcengrenze des Gesundheitssystems nahe an der Überlastung sei. In Belarus liege die Zahl der Kontakte der ersten Ebene bei etwas mehr als 1 Tsd., während die Zahl derer, die krank seien - 86 Personen. Wenn die Zahl der Kranken 1,5-1,7 Tsd. erreiche, müsse das Land schärfere Maßnahmen ergreifen.

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