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Karpenko: Belarus hat ein umfassendes System zur Evaluation der Bildungsqualität

Gesellschaft 04.12.2019 | 18:14

MINSK, 4. Dezember (BelTA) – Belarus hat ein umfassendes System zur Evaluation der Bildungsqualität geschaffen, sagte Bildungsminister Igor Karpenko auf dem Seminar „Funktionale Alphabetisierung belarussischer Schüler im Lichte der PISA-Studie 2018: Ergebnisse und Perspektiven“, an dem Leiter der Bildungsverwaltungen aus Minsk und Regionen teilgenommen haben.

„Heute können wir feststellen, dass in Belarus ein umfassendes System zur Evaluation der Bildungsqualität geschaffen ist. Dieses System umfasst Bewertung im Unterricht, Abschluss- und Aufnahmeprüfungen, systematische Studien der Bildungsqualität, nationale Kontrollarbeiten, Zertifizierungsverfahren und Erprobung von Studienausgaben“, sagte Igor Karpenko. „Wir gehören in die Top 30 der Staaten mit dem höchsten Index der menschlichen Entwicklung im Bereich der Bildung. Nach dem Indikator „Erwartete gesamte Ausbildung“ hat Belarus einen Wert von 15,5 Jahren und liegt auf Platz 29 unter 189 Ländern. Nach dem Indikator „Durchschnittliche Ausbildungsdauer“ liegt Belarus mit 12,3 Jahren auf Platz 11.

Gestern wurden die Ergebnisse der siebten Runde der International Comparative Study on the Assessment of Educational Achievements of Students (PISA) bekanntgegeben, die im Frühjahr 2018 stattfand. Im Allgemeinen haben die Studenten in Belarus laut den Ergebnissen dieser Studie in allen drei Bereichen der Studie ein gutes Maß an Kompetenz bewiesen und sind in der ersten Hälfte des globalen Rankings vertreten.

„Die Teilnahme des Landes an der internationalen Vergleichsstudie PISA 2018 ist im Hinblick auf die Verbesserung der Inhalte und Mechanismen der unabhängigen Evaluation der Bildungsqualität auf allen Ebenen relevant“, sagte Igor Karpenko. „Die Ergebnisse dieser Forschung werden es uns ermöglichen, unsere Bildungspraxis mit den besten Praktiken der Welt zu vergleichen und moderne internationale Ansätze zur Bewertung der Bildungsqualität anzuwenden. Nachdem wir in den kommenden Monaten eine eingehende wissenschaftliche Analyse der erzielten Ergebnisse durchgeführt haben, sollen wir ausgewogene Entscheidungen über die Weiterentwicklung der allgemeinen Sekundarschulbildung treffen, zu deren Verpflichtung wir die Aufnahme der entsprechenden Norm in die neue Ausgabe des Bildungsgesetzbuches geplant haben“.

Laut Igor Karpenko sind die Hauptrichtungen und Prioritäten der staatlichen Politik bei der Evaluation der Bildungsqualität in den Konzeptansätzen für die Entwicklung des Bildungssystems in Belarus bis 2020 und bis 2030 verankert. „Wir haben ein breites Verständnis von der Qualität der Bildung in unserem Land. Dies ist nicht nur eine hohe Punktezahl im Zeugnis. Das Bildungssystem ist ein Institut der Sozialisierung junger Menschen, das ihr Weltbild und ihre persönliche Entwicklung prägt. Die Bildungsqualität ist in erster Linie etwas, was einen Menschen erfolgreich macht, ihm eine starke Weltanschauung vermittelt und zu einem aktiven Bürgerengagement bewegt. Um die Bildungsleistungen der Studierenden zu beurteilen, verwenden wir daher nicht nur das Niveau des Fachwissens, sondern auch Indikatoren wie die persönliche Qualitäten, Schlüsselkompetenzen, die für eine Person im 21. Jahrhundert notwendig sind: kritisches Denken, die Fähigkeit zur Interaktion und Kommunikation, Kreatives Handeln, Motivation zur Weiterbildung“, sagte Minister.

Im Rahmen des Projektes „Modernisierung des Bildungssystems der Republik Belarus“, das in Übereinstimmung mit dem Kreditvertrag zwischen der Republik Belarus und der Internationalen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung durchgeführt wird, wird eine umfassende Studie über die Ergebnisse von PISA-2018 durchgeführt. Auf dieser Grundlage werden in der ersten Jahreshälfte 2020 Empfehlungen zur Verbesserung der Bildungsqualität in Belarus entwickelt. „Eine der wichtigsten Aufgaben für die nahe Zukunft ist der Aufbau eines hochprofessionellen Expertenpotentials im Bereich der Evaluation der Bildungsqualität. Eine wichtige Rolle bei der Lösung dieser Aufgabe spielen der Ausbau der internationalen Zusammenarbeit, die Erfahrungen verschiedener Länder, die Gewinnung internationaler Experten von Weltruf und die Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen“, sagte Igor Karpenko.

Die PISA-Studie 2018 hat gezeigt, dass die belarussischen Schüler aus Gymnasien und Lyzeen es auf dem Niveau ihrer Altersgenossen aus China und Singapur abgeschnitten haben. „Das ist eine Bestätigung dessen, dass wir uns für einen richtigen Weg entschieden haben, als wir den Sekundarschulen die Möglichkeit gaben, einzelne Fächer auf einem höheren Niveau zu erlernen. Vorhin war das nur in Gymnasien möglich. Dank der Chancengleichheit für alle, unabhängig vom Wohnort und Status, werden wir in Zukunft positive Ergebnisse erzielen“, resümierte Bildungsminister.

PISA (Programme for International Student Assessment) ist eine internationale Vergleichsstudie zur Bewertung der Bildungsleistungen von Studierenden im Auftrag der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Die PISA-Studien werden seit 2000 alle drei Jahre durchgeführt. Im Jahr 2018 nahmen 79 Länder sowie Verwaltungs- und Wirtschaftsgebiete an der Studie teil. Zum ersten Mal nahm Belarus an dieser Umfrage teil.

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