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Gesellschaft
16 November 2022, 15:16

KGB: Flüchtige werden nach wie vor versuchen, die Gesellschaft zu spalten

BOBRUISK, 16. November (BelTA) – In diesem Winter werden die Flüchtigen* wieder versuchen, die Gesellschaft zu spalten. Darauf machte der erste stellvertretende Vorsitzende des Komitees für Staatssicherheit (KGB) Sergej Terebow beim Treffen mit Arbeitskollektiven in der Stadt Bobruisk aufmerksam.

„Die sozialpolitische Lage in Belarus ist derzeit stabil. Für Ordnung und Sicherheit wird gesorgt. Gleichzeitig stellen wir eine zunehmende Bedrohung durch Interventionen aus Litauen, Lettland, Polen und der Ukraine fest. Die Flüchtigen sehen keine Möglichkeit für friedliche Veränderungen und arbeiten aktiv an einem Szenario für eine gewaltsame Änderung der Verfassungsordnung. Zentren für „politische Emigration“ sind aktiv dabei, das sogenannte „Gemeinsame Übergangskabinett“ als neues politisches Projekt zu etablieren. Sie bemühen sich um dessen internationale Anerkennung als „Regierung im Exil“ und buhlen um eine solide Finanzierung derselben. Das Ziel liegt klar auf der Hand: belarussische Regierung delegitimieren, Terroranschläge sowie Sabotageakte rechtfertigen“, so Terebow.

Zu diesem Zweck würden Anstrengungen unternommen, um die Protestaktivitäten der sogenannten Hof-Gruppen und spezieller Netzwerke am Leben zu halten. „Früher veranstalteten diese Gemeinschaften allerlei „Teepartys“ in den Höfen und Diskussionen zu kommunalen Angelegenheiten“, erzählte der KGB-Mann. „Aber die wahren Ziele sind vollkommen anders. Die Aktivitäten solcher Gruppen laufen darauf hinaus, radikal geprägte Personen zu finden und zu vereinen, anständige Belarussen in ungesetzliche Aktivitäten und sinnlose Proteste zu verwickeln.“

„In diesem Winter haben die Flüchtigen vor, die akademische Gemeinschaft – Studenten und Hochschullehrer – zu spalten. Das soll auf eine primitive Weise gewährleistet werden, etwa durch falsche Informationen über angebliche Erhöhung von Studiengebühren oder unqualifizierte Bildung usw. Wer sogenannte Hof-Chat-Gruppen in Telegram-Kanälen moderiert, wird die Mitglieder der Chatforen darum bitten, nach Möglichkeit Verstecke für Werkzeuge, Bau- und andere Spezialausrüstungen einzurichten, die bei Massenunruhen und zur Sabotage verwendet werden können“, so Sergej Terebow.

Wenn man die Kommunikation in den Hof-Chats sorgfältig analysiert, stellt man sofort fest, dass besonders radikale Accounts im Ausland registriert wurden. In der Regel handelt es sich um die Einheiten des Zentrums für Information und psychologische Sonderoperationen, das in der Ukraine agiert. Viele Accounts gehören flüchtigen Belarussen, die sich im Ausland vor der Justiz verstecken. Ihre Kommunikation zeichnet sich durch eine vehemente Radikalisierung aus und grenzt an Hysterie. Sie setzen sich zum Ziel, die belarussische Regierung zu verleumden, den Staatsapparat, die Wirtschafts- und Machtblöcke zu spalten und einen Keil zwischen Staat und dem Volk einzutreiben.

* „Flüchtige“ ist ein Sammelbegriff für die nach den Protesten 2020 ins Ausland geflohenen Belarussen, darunter Teile der sogenannten Opposition.

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