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Gesellschaft
22 Mai 2020, 14:02

Komitee für Militärindustrie: Kosten für Raketenbau haben sich mehrfach ausgezahlt

MINSK, 22. Mai (BelTA) – Die Kosten für den Raketenbau haben sich bereits mehrfach ausgezahlt, weil der Staat genug Waffenlieferverträge abgeschlossen hat. Das sagte der Vorsitzende des Staatlichen Komitees für Militärindustrie, Roman Golowtschenko, heute vor Journalisten.

„Bei den Ausgaben für den Raketenbau handelt es sich um vernünftiges Geld, nicht nur im Rahmen der Volkswirtschaft, sondern auch im Rahmen der Verteidigungsindustrie. Die Kosten, die der Staat aufgebracht hat, haben sich bereits dank zahlreichen Waffenlieferverträgen mehrfach ausgezahlt. Man kann deshalb ganz genau sagen – diese Branche ist für den Staat nicht kostspielig“, sagte Golowtschenko.

Der Staatschef besuchte heute einen Versuchsstandort für Raketenbau in Matschulischtschi. Er wurde über den aktuellen Stand der Raketenproduktion unterrichtet. Der Staat hat für den Zeitraum 2017-2020 ein entsprechendes Programm angenommen.

In den letzten Jahren haben belarussische Raketenbauer einen Durchbruch erzielt, sagte Golowtschenko. So wurde beispielsweise die Reichweite des Mehrfachraketen-Systems „Polones-M“ von 200 auf 300 km erhöht. Die Schaffung neuer Munitionstypen für dieses System wird fortgesetzt. „Die Arbeit ist sehr anspruchsvoll. Es handelt sich eigentlich schon um Raumfahrt- oder Weltraumtechnologie. Deshalb sind wir im Prinzip auf dem richtigen Weg, aber wir brauchen mehr Zeit“, sagte der Vorsitzende des Staatlichen Komitees vor Journalisten.

Eine weitere ernsthafte Entwicklung ist das Flugabwehrraketensystem „Buk-M3“. Dies ist nicht nur eine modernisierte Version des russischen Flugabwehrraketensystems. „Wir reden nicht mehr über die „Modernisierung eines sowjetischen oder russischen Komplexes“. Das ist Vergangenheit. Wir reden über das erste belarussische Flugabwehrraketensystem schlechthin. Das Wichtigste, was ihm fehlte, war eine Selbstlenk-Flugabwehrrakete. Die ersten Starts wurden im Februar durchgeführt. Jetzt wird das System nachgebessert“, sagte der Leiter des Staatlichen Komitees für Militärindustrie.

Der nächste Schritt, den die belarussischen Rüstungsunternehmen wagen wollen, ist die Herstellung von komplexesten und teuersten Produkten Kampfeinheiten, Sprengstoffen, Brennstoff- und Energiematerialien. „Wir befinden uns erst am Anfang, aber der Weg wird sehr schnell beschritten. Das ist genau der Vektor, an dem wir in den nächsten fünf Jahren arbeiten werden. Das heißt, Eisen und Elektronik sind da, jetzt geht es um energieintensive militärische Materialien“, fügte Roman Golowtschenko hinzu.

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