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19 Februar 2021, 12:29

Kowaljow: Belarussisches Modell für Wirtschaftsentwicklung hat seine Effizienz nachgewiesen

Michail Kowaljow. Archivfoto
Michail Kowaljow. Archivfoto

MINSK, 19. Februar (BelTA) – Belarussisches Modell für Wirtschaftsentwicklung hat seine Effizienz nachgewiesen. Das erklärte Professor des Lehrstuhls für analytische Wirtschaft der Wirtschaftsfakultät der BGU Michail Kowaljow während der Sitzung im Rahmen des BelTA-Projekts „Expertenmilieu“, das sich den Ergebnissen der 6. Allbelarussischen Volksversammlung widmete.

„Als sowjetischer Ökonom plädiere ich für Bewahrung des belarussischen Modells für Wirtschaftsentwicklung. Vielleicht bedarf es irgendwelchen kleinen Verbesserungen. Ihr Hauptmerkmal bleibt auch die soziale Gerechtigkeit. Das hat der Präsident bei der AVV mehrmals unterstrichen“, erzählte Michail Kowaljow.

Ihm zufolge ist die belarussische Gesellschaft nicht so stark abgestuft. Es gibt einen Gini-Koeffizienten, der die Ungleichheit der Bevölkerung innerhalb des Landes misst. In Belarus gleicht er 25%. Wir teilen zusammen mit der Slowakei den dritten Platz aus 190 Weltstaaten. Vor uns gehen Tschechien und Slowenien. Sogar die skandinavischen Staaten (Dänemark, Schweden) haben 27%. Unser Staat bleibt nach wie vor sozial ausgerichtet. Alle Bürger genießen gleiche Rechte. Nach Geschlechtergleichheit nehmen wir Rang 31 in der Welt ein. Wenn jemand ein Religionsranking zusammenstellen würde, würden wir zu den Top3 in der Welt gehören. Unser Hauptmerkmal – soziale Gerechtigkeit verhalf der belarussischen Wirtschaft zu einem ziemlich schnellen Wachstum“, betonte der Professor.

Michail Kowaljow hob hervor, dass der Anteil des kleinen belarussischen Staates an der Weltwirtschaft 1995 0,10% ausmachte. 2014 waren es schon 0,17%. „Innerhalb von 19 Jahren erhöhten wir die Bedeutung des Staates an der Weltwirtschaft um das 1,7fache. Polen und Litauen haben nichts Ähnliches vorzuzeigen. Polen und Litauer führen ein reicheres Leben durch. Das wird auf das sogenannte Bruttoinlandsprodukt pro Kopf der Bevölkerung zurückgeführt. Sie starteten von höheren Positionen“, erläuterte er.

Dem Experten zufolge ist die Angewiesenheit auf die Exporte ein weiterer Erfolgsfaktor. „1995 beliefen sich die Exporte auf $5 Mrd. 2012 waren es schon $52. Innerhalb von 25 Jahren sind die Exporte um das Siebenfache gewachsen. Deshalb können wir mit der Berücksichtigung des Preisrückgangs für das Erdöl $50 Mrd. bis zum Ende des Jahrfünfts haben. Laut verbesserter Exportstrategie werden wir mehr in die Länder der Eurasischen Wirtschaftsunion und nach Russland verkaufen. Wir müssen den negativen Handelssaldo mit Russland um jeden Preis ausgleichen“, sagte er.

Michail Kowaljow ging auf eine der Prioritäten des nächsten Jahrfünfts – intellektuelles Land ein. „Wir haben sehr gute Projekte mit Chinesen im Rahmen der biotechnologischen Korporation eingeplant. Trotz der Pandemie legte unsere Landwirtschaft nahezu 5% zu. Unsere Milch- und Fleischexporte sind dank China um nahezu 5% gestiegen. Wir brauchen die neuen Futter, die die biotechnologische Korporation produziert. Der Hochtechnologiepark, der zu einem der Spitzenreiter bei der Entwicklung von Softwareanwendungen wurde, setzt sein reißendes Wachstum fort. Es belief sich auf $2,5 Mrd. Ich bin sicher, dass dieser Wirtschaftssektor erfolgreich ausgebaut wird. Wir haben auch viel dem Dienstleistungstransit zu verdanken. 1994 beliefen sich die Exporte von Transportdienstleistungen auf $200 Mio. Heutzutage haben wir schon $4 Mrd. Das wurde natürlich dank Transit von 500 Mio. chinesischen Containern möglich, die in die Europäische Union durch unser Land befördert wurden. Ich glaube deshalb, dass das belarussische Modell seine Effizienz zeigte. Der Präsident hob auch hervor, dass wir uns an die Änderungen anpassen müssen“, schlussfolgerte er.

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