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Kriegsmuseum präsentiert enzyklopädisches Projekt „Belarus vergisst nicht“

Gesellschaft 25.03.2019 | 17:13

MINSK, 25. März (BelTA) – Der Buchverlag „Belarussische P.-Browka-Enzyklopädie“ präsentiert am 27. März im Belarussischen Staatlichen Museum für die Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges das enzyklopädische Projekt „Belarus vergisst nicht.“ Das teilte ein Verlagssprecher gegenüber BelTA mit.

Das Projekt umfasst drei Bücher, die sich mit den tragischen Seiten der belarussischen Geschichte befassen – Zweiter Weltkrieg, Einrichtung von Massenvernichtungslagern für Kriegsgefangene und Zivilbevölkerung in Belarus, Partisanenkrieg und Widerstand. Darüber hinaus werden heute weitere Ausgaben vorbereitet, die über die Todeslager Masjukowschtschina, Minsker Ghetto und Krasny Bereg erzählen werden.

Das erste Buch trägt den Titel „Chatyn. Die Tragödie belarussischer Dörfer.“ Sein Autor ist Leiter der Gedenkstätte „Chatyn“ Artur Selski. „Am 22. März 1943 haben die Hitlerfaschisten fast alle Dorfbewohner von Chatyn – 149 Menschen, darunter 75 Kinder – beim lebendigen Leib verbrannt und erschossen. Viele belarussische Dörfer haben das gleiche Schicksal wie Chatyn erleben müssen. Diese Tragödie wurde nach dem Krieg in einer Gedenkstätte verewigt. „Chatyn“ wurde zum Symbol für die unzähligen Opfer, für die Leiden und den Mut des belarussischen Volkes im Zweiten Weltkrieg. Das Buch erzählt die Geschichte von Chatyn seit dem 16. Jahrhundert und über mehrere Dörfer in Belarus, die während des Krieges von den deutschen SS-Truppen verbrannt wurden. Im Buch finden die Leser detaillierte Informationen über die Entstehung der Gedenkstätte und ihre genaue Beschreibung“, hieß es aus dem Buchverlag.

Das zweite Buch heißt „Trostenez. Die Tragödie europäischer Völker“ und widmet sich der größten NS-Vernichtungsstätte auf dem Gebiet der damaligen Sowjetunion. Seine Autorin Natalja Jazkewitsch erzählt über den Ort Maly Trostenez in den Jahren 1941-1944 und darüber, was sich dort und im Wald von Blagowschtschina abgespielt hat. „Trostenez war eine der 8 größten NS-Massenvernichtungsorten Europas. In diesem Lager wurden 206 500 Menschen ermordet – Zivilisten und Kriegsgefangene aus der Sowjetunion, Deutschland, Österreich, Tschechien und anderen Ländern. Das Buch enthält historische Angaben über die Dörfer Maly und Bolschoi Trostenez und erzählt detailliert über die Brutalität und den Zynismus des NS-Regimes, das hunderttausende Unschuldige zu Opfern gemacht hat. Das Buch berichtet auch über die Entstehung der Gedenkstätte Trostenez“, hieß es.

Das dritte Buch heißt „Schmerz und Zorn. Holocaust und der Widerstand in Nowogrudok“ (aus der populärwissenschaftlicher Serie „Belarus. Tragödie und Wahrheit der Erinnerung“). Seine Autorin Tamara Werschizkaja beschreibt die Kriegsereignisse im Kreis Nowogrudok und benachbarten Kreisen der Gebiete Grodno und Minsk. Die zentrale Stelle im Buch nehmen die totale Vernichtung von Juden in Nowogrudok und ihr heldenhafter Widerstand gegen die Nazis ein. Dank diesem Widerstand konnten viele Leben im Ghetto gerettet werden.

Die Präsentation des Projekts beginnt um 12.00 Uhr.

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