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05 Juli 2022, 14:14

Marsaljuk: Es ist nicht nötig, Belarussen Toleranz und Demokratie beizubringen

Igor Marsaljuk
Igor Marsaljuk

MINSK, 5. Juli (BelTA) – Belarussen haben es nicht nötig, dass irgendjemand ihnen Demokratie und Toleranz beibringt. Das erklärte der Vorsitzende des ständigen Ausschusses der Repräsentantenkammer für Bildung, Kultur und Wissenschaft Igor Marsaljuk am 4. Juli vor der US-Botschaft in Minsk.

In der Nähe der amerikanischen Botschaft in Minsk haben sich etwa 150 besorgte Belarussen versammelt, um ihre Unzufriedenheit mit den amerikanischen Glückwünschen zum Tag der Unabhängigkeit der Republik Belarus zum Ausdruck zu bringen.

„Ich möchte, dass die hier Versammelten verstehen, wer uns die Demokratie lehrt. Das sind Leute, die sich gegenseitig Weihnachtskarten schickten, auf denen erhängte Schwarze abgebildet waren. Allein im Jahr 2008 entschuldigte sich der US-Senat für all die Menschen, die von Rassisten erhängt wurden. Aber niemand hat sich für den Völkermord an den amerikanischen Ureinwohnern entschuldigt. Niemand hat sich für die Bombardierung von Hiroshima und Nagasaki entschuldigt“, sagte Igor Marsaljuk.

Seiner Meinung nach muss man den Belarussen weder Toleranz noch Demokratie beibringen. „In Belarus leben Orthodoxe und Katholiken friedlich nebeneinander. Jeden Tag gehen sie auch an Synagogen und Moscheen vorbei. Und niemand belästigt jemanden. Aber das Widerlichste ist, dass man uns zum Unabhängigkeitstag mit einem Plakat beglückwünscht, auf dem die Flagge der Kollaborateure abgebildet ist“, sagte Igor Marsaljuk.

Er betonte, dass ein Volk nur dann souverän ist, wenn es selbst über sein eigenes Schicksal entscheiden kann. „Ein solches Volk entscheidet selbst, wie es leben will, mit wem es befreundet sein will und welchen Weg es gehen will. Belarus war, ist und wird dank des 3. Juli 1944 frei und unabhängig sein“, resümierte der Abgeordnete.

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