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Gesellschaft
08 Dezember 2021, 16:56

Meinung: Belarussische Gegensanktionen waren für USA und EU „unerwarteter Schlag“

MINSK, 8. Dezember (BelTA) – Dass Belarus Gegensanktionen gegen die USA und EU eingeführt hat, war ein „unerwarteter Schlag.“ Das sagte Alexej Awdonin vom Belarussischen Institut für Strategische Studien in einem Interview für Alfa Radio.

„Diese Gegensanktionen stehen im Kontext der jüngsten Beschlüssen der Regierung zur Umsetzung des Importersetzungsprogramms. Dieses Programm umfasst 47 Unterprogramme und zelt darauf ab, Waren und Produkte im Wert von $9 Milliarden anderswo zu produzieren, statt sie aus dem Ausland zu importieren. Das bedeutet, belarussische Gegner werden mit Verlusten im Wert von $9 Mrd. rechnen müssen. Wir werden selbst diese Güter und den Mehrwert generieren“, sagte der Experte.

Er hält es für wichtig, dass die Einzelhandelsketten die derzeit von der belarussischen Regierung verfolgte Politik übernehmen und nach den neuen Regeln zur Importersetzung spielen. Alle Lebensmittelgeschäfte sollen belarussische Waren führen. Alexej Awdonin hat die westliche Sanktionspolitik mit der Überproduktion in Verbindung gebracht.

„Diese Krise ist für jedes kapitalistische Modell typisch. Wegen der technischen Modernisierung von Kapazitäten wurden sehr viele Mitarbeiter entlassen. Heute werden viele Produkte hauptsächlich maschinell hergestellt. Aber die Absatzmärkte sind gesättigt. Jeder hat seine eigenen Produkte in Fülle. Mit Sanktionen schützt man seinen eigenen Markt, um die Überproduktion und die Finanzkrise zu überstehen“, betonte er.

Es war unerwartet, dass Belarus den USA und der EU mit solchen Gegensanktionen einen Schlag versetzt. „Das politische Establishment im Westens dachte immer, es sei stark und die Sanktionen würden einseitig sein. Dies ist ein Klischee-Denken, wo die Einsicht fehlt, dass ein kleines Land wie Belarus eine solche Herausforderung für den kollektiven Westen darstellt. Sie konnten uns nicht zutrauen, dass wir zu Gegensanktionen greifen und den Markt verschließen. Für den Westen bedeutet das de facto Mord. Aber die Realität sieht so aus: Wir lassen ihre Waren nicht auf den eigenen Markt und ersetzen sie durch ähnliche Waren anderer Produzenten.“

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