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Gesellschaft
06 April 2022, 15:04

Meinung: Wie funktionieren Medien im Informationskrieg?

MINSK, 6. April (BelTA) – Der Vorstandsvorsitzende des belarussischen Journalistenverbandes und Generaldirektor der Agentur Minsk Novosti, Andrej Kriwoschejew, hat heute bei einer Expertenrunde zum Thema „Informationskrieg“ über den Kampf der Massenmedien gegen die Fälschungen erzählt.

„Dieses Jahr wurde zum Jahr der historischen Erinnerung erklärt. Wir werden auch in diesem Jahr den 9. Mai und den 17. September feiern. Wir haben eine positive patriotische Agenda. Wir haben wirtschaftliche und soziale Anliegen. Wir haben die Verfassung mit neuen Inhalten füllen. Vor uns liegen eine Reform der Zivilgesellschaft und des Parteiensystems. Wir haben viel zu tun. Der belarussische Journalismus braucht neue Dimensionen – regional wie inhaltlich. Unsere wichtigsten landesweiten Massenmedien haben ein qualitativ neues Niveau erreicht“, so Andrej Kriwoschejew.

Der neue belarussische Autorenjournalismus ist auf dem Marsch, eine neue emotionale Blogosphäre ist entstanden. „Wir sollten uns fragen, ob unsere Journalisten und Medienleute in den Regionen solche Plattformen wie YouTube nutzen oder neue Medienformate ausprobieren. Gibt es dort genug Fachpersonal, um die pro-belarussische Agenda breit umzusetzen? Ich glaube kaum. Nicht überall wurden konvergente Medien und Medienholdings geschaffen. Sind heute die regionalen Redaktionen in der Lage, mit ihren Themen die Leser in den benachbarten Regionen zu erreichen, zum Beispiel in der Ukraine, Russland, Polen, in den baltischen Staaten? Höchstwahrscheinlich nicht. Sind sie in der Lage, auf solche Herausforderungen wie die Migrationskrise an der Grenze zwischen Belarus und EU eine angemessene Antwort zu geben? Nein, nicht immer. Sind wir bereit, den regionalen Journalisten neue Kompetenzen beizubringen? Das sind praktische aufgaben für die belarussische Mediengemeinschaft, für die belarussische intellektuelle Elite“, fügte der Generaldirektor hinzu.

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