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Gesellschaft
21 Juli 2021, 15:05

Meinung zum brutalen Umgang mit Migranten in Litauen: Das sind Nazi-Methoden

MINSK, 21. Juli (BelTA) – In einem Interview mit dem Rundfunksender „Alfa Radio“ hat der

Abteilungsleiter für Soziologie der öffentlichen Verwaltung am Institut für Soziologie der NAN, Dr. Nikolai Schtschokin, den brutalen Umgang litauischer Grenzsoldaten mit den irakischen Migranten als „Nazi-Methoden“ bezeichnet. Das berichtet BelTA unter Berufung auf sb.by.

„Lügen und Heuchelei des kollektiven Westens haben die internationalen Beziehungen und das gesamte Sicherheitssystem zerstört. Unser Staatschef hat sich gestern mit den belarussischen Diplomaten getroffen. Seine Rede war bemerkenswert. Alexander Lukaschenko führte mit den Botschaftern ein offenes, prinzipielles und hartes Gespräch. Auf dem politischen Schachbrett setzte er dem kollektiven Westen, insbesondere den baltischen Staaten und Polen, Schach und Matt. Sie wollten uns zu einem Hub für Drogen- und Waffenhandel machen. Aber alles kam anders. Der Präsident erwies sich als ein weiser Politiker“, bemerkte der Analytiker. „Litauen kriegt jetzt das ab, was es für uns vorbereitet hat. Bilder, die der Staatschef geschildert hat, schockieren jeden“.

Nikolai Schtschokin zeigte sich überzeugt, dass europäische Politiker die aufgezählten Fälle nicht kommentieren werden. „Sie werden auf eigene Fehler nicht reagieren. Ganz im Gegenteil, der Westen wird sie zum Vorwand nehmen, um Belarus zu schikanieren. Glauben Sie mir, wir werden es in einer Woche sehen. Das sind reine Nazi-Methoden. Ich weiß nicht, was sich in den Köpfen des litauischen Präsidenten oder des Außenministers vorgeht, aber meiner Meinung nach hat die Regierung dieses Staates ihren Verstand verloren. Sie hat sich mit ihrer giftigen Politik uns gegenüber selbst in die Enge getrieben“, betonte der Experte.

Er erinnerte daran, dass Belarus in den Jahren seiner Unabhängigkeit den Zustrom von Migranten auf eigene Kosten gestoppt hat. „Jetzt verstehen sie, dass wir nicht nur ein Puffer waren, sondern eine Mauer, ein eiserner Vorhang. Wir haben Zehn- und Hunderttausende von Migranten aufgehalten. Aber sie haben sich nicht einmal bei uns bedankt“, so Schtschokin.

Wie bereits berichtet, haben belarussische Grenzer in der Nähe der litauischen Grenze drei Gruppen von illegalen Migranten festgenommen, die die litauisch-belarussische Grenze überqueren wollten. Am Morgen des 18. Juli entdeckten die Soldaten des Außenpostens Geraneni bei Lida eine Gruppe von 14 irakischen Staatsbürgern. Am nächsten Tag wurden in der gleichen Gegend 7 weitere erschöpfte Ausländer gefunden, die sich als irakische Staatsbürger vorstellten, und im Dorf Klewitsa hat man 5 weitere Personen festgehalten. Eine schwangere Frau war im Schockzustand, für sie wurde sofort ein Krankenwagen gerufen; mit ihr waren zwei Kinder und zwei Männer.

„Die Gefangenen erzählten, dass sie sich vorher in einem litauischen Flüchtlingslager befanden. Nach Angaben der irakischen Bürger wurden sie von den Beamten des Staatlichen Grenzschutzdienstes beim litauischen Innenministerium zum Verhör vorgeladen und gezwungen, eine und dieselbe Legende zu erzählen: Sie hätten angeblich belarussische Grenzer bestochen, damit sie ihnen beim illegalen Grenzübertritt helfen würden. Dabei haben die Migranten weder Essen noch Wasser bekommen; während des „Gesprächs“ wurden sie mit einem Teleskopschlagstock geschlagen – die Ärzte wiesen Schürfwunden und blaue Flecken an verschiedenen Körperteilen der Ausländer nach. Unmittelbar nach dem Verhör, so die Iraker, wurden sie an die Staatsgrenze gebracht und unter vorgehaltener Waffe zum Übergang nach Belarus gezwungen“, heiß es aus dem Grenzschutzkomitee.

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