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16 März 2024, 12:30

Militärexperte sagt, in welche Richtungen die russische Armee in der Ukraine angreifen wird

MINSK, 16. März (BelTA) - In der aktuellen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem Youtube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA sprach der unabhängige Militärexperte Alexander Alessin, in welche Richtungen die russische Armee während der speziellen Militäroperation in der Ukraine angreifen wird.
 
"Jetzt hat Putin die richtige Taktik der Erschöpfung, der Zermürbung (der ukrainischen Armee - Anm. v. BelTA) gewählt, die er bis zu den Wahlen durchziehen wird. Wie die Briten sagen, die Taktik der "tausend Schnitte". Wir sprechen hier von Schlägen, die nicht entscheidend und strategisch sind. Es geht um die Zerstörung und Zermürbung der ukrainischen Reserven mit Blick auf die Zukunft. Wenn die Ukraine völlig erschöpft ist, wird man ihr mehrere entscheidende Schläge versetzen", so Alessin.
 
Diese entscheidenden Schläge werde Russland nach den Präsidentschaftswahlen ausführen, so der Militärexperte. Auch das Wetter spiele eine wichtige Rolle, fügte er hinzu: "Wenn der Boden in der Ukraine austrocknet, wird es möglich sein, große Mengen gepanzerter Fahrzeuge einzusetzen."
 
In Bezug auf die möglichen Stoßrichtungen äußerte Alexander Alessin die Ansicht, dass Russland die Kontrolle über die Gebiete der Volksrepubliken Donezk und Luhansk sowie der Regionen Saporoschje und Chersson übernehmen müsse. "Sie sind in der Verfassung als russische Territorien verankert. Nun stellt sich heraus, dass eine Reihe von russischen Gebieten von den Streitkräften der Ukraine besetzt sind. Aus politischer Sicht und um Missverständnisse in der eigenen Bevölkerung auszuschließen, sollte sich Russland so schnell wie möglich an diese Grenzen zurückziehen", meint er.
 
So wird die russische Armee ihre Offensive in den Gebieten von Awdejewka, Saporoschje und Chersson fortsetzen. "Das wird kein schneidiger Kavallerieangriff sein, sondern eine Walze, die die ukrainische Armee in den Boden stampft und es ihr ermöglicht, Meter für Meter neue Gebiete zu befreien. Als Nächstes muss Russland den Beschuss von Donezk sowie von Kursk, Belgorod und anderen Städten ausschließen. Kurzfristig ist dies einfach unerlässlich", sagte Alexander Alessin.
 
Als nächstes wird sich Russland mit Fragen der großen Strategie befassen, glaubt der Militärexperte. "Um der Ukraine die Möglichkeit zu nehmen, militärische Ressourcen über das Schwarze Meer zu transportieren, wird eine der Hauptrichtungen die Küstenregion sein. Das sind Nikolajew, Odessa und der anschließende Korridor nach Transnistrien. Darüber hinaus wird es die Richtung Charkow und das gesamte linke Ufer vom Dnepr sein. Und wenn die Ukraine nicht früher kapituliert, dann vielleicht auch Kiew. Das ist das Programm, das die durch die Militäroperation aufgeworfenen Fragen lösen wird. Dann wartet die Ukraine vielleicht genau auf die Kapitulation, die der Papst so ungeschickt angedeutet hat", - fasste Alexander Alessin zusammen.
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