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24 Januar 2024, 09:00

„Mit einer Kanone gegen deutsche Panzerkolonne!“: Unglaubliche Geschichte der Tapferkeit

MINSK, 24. Januar (BelTA) – In den Jahren 1941-1944 wurde die Stadt Borissow zu einem wichtigen Tor auf dem Weg von Minsk nach Moskau und zurück. Hier wurden besonders harte Kämpfe ausgetragen. Borissow hatte als erste Stadt in der modernen belarussischen Geschichte die Ehre, mit dem Wimpel „Für Mut und Tapferkeit im Großen Vaterländischen Krieg“ ausgezeichnet zu werden.

Mit der Serie „Zitadellen der Tapferkeit“ erzählt BelTA Geschichten über 27 belarussische Orte, die durch den Mut und die Tapferkeit ihrer Verteidiger beeindrucken 

Heute gilt die Partisanenzone Borissow-Begoml als die größte während des Großen Vaterländischen Krieges auf dem Gebiet der UdSSR. Allein diese Tatsache spricht dafür, dass die Stadt zu Recht mit dem Wimpel „Für Mut und Tapferkeit im Großen Vaterländischen Krieg“ ausgezeichnet wurde. 


Der Angriffskrieg der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion, der unter dem Decknamen Unternehmen Barbarossa geplant wurde, sah die Eroberung von Moskau innerhalb von 40 Tagen vor. Der kürzeste Weg in die Hauptstadt der Sowjetunion führte über Borissow. Drangen die deutschen Truppen an der Grenze noch in verschiedene Richtгngen vor, wurden sie in der Nähe von Borissow zusammengeballt.

Bereits am 26. Juni standen die deutschen Panzer und die Artillerie direkt vor der Stadt. Den ersten Widerstand leisteten den Angreifern die Kadetten der Borissower Panzerschule unter dem Kommando von Korpskommissar Iwan Susajkow. Junge Kämpfer hatten nur Kleinwaffen, mit denen ihre Väter noch im Bürgerkrieg geschossen haben. Sie hatten weder Minen noch Handgranaten. Nur eine Kanone, aber die vorhandenen Geschosse hatten falsches Kaliber. Sie nahmen deshalb Flaschenbomben, die man in der Glasfabrik und der Streichholzfabrik anfertigte. Augenzeugen berichteten, dass es ihnen dank der Molotow-Cocktails gelungen war, mehrere Dutzend deutsche Panzer zu verbrennen und aufzuhalten.


In den Kämpfen um Borissow legten viele sowjetische Soldaten Furchtlosigkeit und Tapferkeit an den Tag. Dem Artilleristen Iwan Kudin gelang es, zwei Geschütze auf das von den Faschisten besetzte Ufer zu bringen und die feindlichen Batterien unter Dauerfeuer zu nehmen. Mit nur einem Geschütz gelang es seiner Einheit, eine Kolonne von neun deutschen Panzern aufzuhalten. In der Luft kämpften sowjetische Piloten. Besonders hervorgetan haben sich die Pilotinnen Galina Dschunkowskaja, Marija Dolina, Nadeschda Fedutenko und Klawdija Fomitschewa. Sie alle wurden mit dem Titel „Held der Sowjetunion“ geehrt.

Während des Großen Vaterländischen Krieges wurden 11 Bürger von Borissow mit dem höchsten Ehrentitel ausgezeichnet. Für die Verteidigung und Einnahme von Borissow erhielten 29 sowjetische Soldaten und Offiziere den Goldenen Stern des Helden.



Borissow ist die zweite Stadt auf der Liste der Städte, die die Autoren des Projekts "Zitadellen des Mutes" bereist haben.

Das Projekt "Zitadellen des Mutes" wird alle vierzehn Tage in der Zeitung "7 Tage" und auf der BELTA-Website veröffentlicht. Im Laufe des Jahres werden 27 Materialien veröffentlicht - über Orte, die mit dem Wimpel "Für Mut und Tapferkeit im Großen Vaterländischen Krieg" ausgezeichnet wurden.

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