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Gesellschaft
03 August 2020, 17:14

Mit Stolz im Herzen: Molodetschno: eine sonnige, kulturelle und fortschrittliche Stadt

“Mit jedem Jahr verändert sich Molodetschno nur zum Besten“, so sprechen die Stadtbewohner über ihre kleine Heimat. Und so ist es in der Tat: multifunktionale Sportobjekte und einzigartige Springbrunnen entstehen hier und da. Es werden Häuser renoviert und Straßen saniert. Ein Amphitheater lädt seit kurzem zu kulturellen Veranstaltungen ein. Die Stadt wächst und wird mit jedem Tag immer schöner und reicher. Es werden Kindergärten gebaut, Standesämter eingerichtet, medizinische Einrichtungen geschaffen und Eisenbahnstrecken zwischen Molodetschno und Minsk verbessert. Die Industrie expandiert und mit ihr entstehen neue Jobs. Der Wohnungsbau hält an – ganze Wohnviertel schießen wie Pilze aus dem Boden. Der Vorsitzende der Kreisregierung Juri Gorlow erzählte BelTA über die weitere Entwicklung des regionalen Kultur- und Industriezentrums.

Kultur als Hauptmerkmal der Stadt und der Nation

Der zentrale Stadtplatz mit Springbrunnen und Straßenlaternen im Vintage-Stil ist genauso wie der anliegende Siegespark ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt. Von hier aus begleitet uns Juri Gorlow auf unserer Erkundung von Molodetschno. „Ich habe in vielen Kleinstädten des Landes gearbeitet, aber Molodetschno ist etwas Besonderes. Eine gemütliche, saubere und interessante Stadt, ein perfekter Ort zum Wohnen und Arbeiten. Ein attraktiver Industrie- und Investitionsstandort. Geografisch hat Molodetschno eine günstige Lage, kulturell hat die Stadt viel anzubieten – Vorteile lassen sich lange aufzählen. Das Lebensniveau in Molodetschno ist nicht schlechter als in der Hauptstadt, aber wer Stille und Gemütlichkeit schätzt, findet hier beides. In der Stadt leben heute 95.000 Einwohner, im Umkreis insgesamt 136.000.

Auf den Straßen der Stadt sind sehr viele junge Gesichter zu erkennen: Jugend, Mütter mit Kinderwagen, Kleinkinder. „Ganz bald wird es in der Stadt noch mehr glückliche Familien geben“, sagt Gorlow. Unweit vom Zentralplatz wird ein neuer Ehepalast gebaut – ein geräumiges, modernes und architektonisch einmaliges Gebäude.

Der Siegespark wurde 1946 angelegt. Vor 10 Jahren kamen zwei künstlich angelegte Gewässer dazu. Abends kann man sich an Brunnen perfekt entspannen. Weiße Rotunden verzieren die Uferpromenade - hier lassen sich die Jungvermählten gerne fotografieren. Aber die malerischen Parklandschaften sind nicht nur vom Ufer zu bewundern. Beim warmen Wetter steht jedem Parkbesucher eine Katamaran-Fahrt zur Verfügung.

Im Sommeramphitheater (2600 Sitzplätze) findet jedes Jahr der Nationale Wettbewerb für belarussisches Lied und Poesie „Molodetschno“ statt. Im nächsten Jahr wird das Festival zum 20. Mal durchgeführt.

Aber auch in der Zwischenzeit, wo keine Festivals oder große Feste gefeiert werden, ist diese Bühne gern im Einsatz. Die besten Landarbeiter und Hochschulabgänger werden hier geehrt. Der Stadttag findet auch hier statt. Molodetschno wurde 2016 zur Kulturhauptstadt gewählt. „Kultur ist unser Markenzeichen. Das wollen wir auch künftig fördern“, sagte Juri Gorlow. Jedes Wochenende lädt der Stadtpark zu verschiedenen Kulturevents ein: Schulen, Betriebe und Laienkünstler organisieren Aufführungen, Konzerte, Spiele und Wettbewerbe. An solche Tagen ist es im Park immer voll.

Der Kulturpalast wurde 2002 gebaut. Hier werden regionale und überregionale Veranstaltungen organisiert, zum Beispiel Konzerte belarussischer und russischer Popsänger, Orchester und Chöre, Treffen mit Literaten und kreativen Persönlichkeiten, Lesungen und wohltätige Aktionen.

Berühmt ist Molodetschno durch sein Theaterleben. 1990 entstand hier das erste Puppentheater. Kinder aus der ganzen Region kommen hierher, um belarussische Märchen und andere Satpcke zu sehen.

Das Minsker Schauspielhaus in Molodetschno wurde 1991 anstelle des Volkstheaters im Kulturpalast gegründet. Die Premiere feierte das Theater 1993 mit der Aufführung „Semlja“ (das Land) nach dem berühmten Poem von Jakub Kolas „Nowaja semlja“ (Neues Land). Das Repertoire bilden hauptsächlich Werke der belarussischen Dramaturgen.

Viele talentierte Schauspieler, Regisseure und berühmte Musiker halten Molodetschno für ihre zweite Heimat und das Oginski-Musikkolleg für ihre Alma Mater.

Aber nicht nur Kultur wird in der jungen Stadt gefördert. Hochqualifizierte Ingenieure, Wirtschaftsexperten und Kaufleute werden im Polytechnischen Kolleg und im Kolleg für Handel und Wirtschaft ausgebildet. Wer sein Leben der Medizin widmen will und vom Beruf eines Krankenpflegers oder einer Krankenschwester träumt, kann auf das Medizinische Kolleg gehen.

„Molodetschno ist eine relativ junge Stadt, hier sieht man viele junge Gesichter, Studenten und Auszubildende. Es gibt solche, die hier nach dem Studienabschluss wohnen und arbeiten wollen. Wir sind bereit, angehenden Spezialisten den ersten Arbeitsplatz anzubieten“, erzählte der Kreisgouverneur.

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