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01 Dezember 2020, 19:57

OVKS-Außenminister erklären über Unzulässigkeit der Verherrlichung des Nazismus

Wladimir Makej während der Sitzung
Wladimir Makej während der Sitzung

MOSKAU, 1. Dezember (BelTA) – Die Außenminister der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) halten die Verherrlichung des Nazismus, die Verbreitung der Ideologie des Hasses und Extremismus für unzulässig. Das steht in der gemeinsamen Erklärung zum 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs, die heute in der Sitzung des Rats der OVKS-Außenminister angenommen wurde, wie die Nachrichtenagentur BelTA berichtet.

„In diesem Jahr wird der 75. Jahrestag des Endes des blutigsten Krieges in der Geschichte der Menschheit begangen, von dem der größte Teil der Weltbevölkerung betroffen war. Es ist unsere heilige Pflicht, die Erinnerung an die große Heldentat unserer Landsleute zu bewahren, die den Feind unter großen Entbehrungen besiegt und die Völker Europas und anderer Länder von der nationalsozialistischen Unterjochung befreit haben“, steht es im Dokument, dessen Text auf der OVKS-Website veröffentlicht wurde.

In der Erklärung wird festgestellt, dass die Anerkennung des Sieges von 1945 als gemeinsamer Wert für die Menschheit durch die Verabschiedung der Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen mit dem Titel „Fünfundsiebzigster Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges“ am 5. November 2020 belegt wird, die von den OVKS-Ländern mitverfasst wurde. Der Sieg im Zweiten Weltkrieg war von zentraler Bedeutung für das moderne System der internationalen Beziehungen, und die Entscheidungen des Nürnberger Tribunals festigten rechtlich den Sieg der zivilisierten Welt über den Nationalsozialismus.

Die Außenminister der OVKS stellten mit Bedauern fest, dass die Versuche, die Geschichte zu verzerren und die Lehren aus diesem Krieg zu vergessen, in den letzten Jahren häufiger geworden sind. „Wir glauben, dass die Weltgemeinschaft jegliche Manifestation von Neofaschismus, Chauvinismus, alle Formen von Fremdenfeindlichkeit, Hass, rassischer und nationaler Überlegenheit sowie radikalen Nationalismus vollständig verhindern sollte“, so im Dokument.

Die OVKS-Außenminister halten den gezielten Krieg gegen Denkmäler und Gedenkstätten an den Massengräbern der Soldaten-Befreier für inakzeptabel. „Versuche, die Geschichte neu zu schreiben, sind mit der Wiederholung tragischer Fehler der Vergangenheit belastet. In diesem Zusammenhang rufen wir zur Unterstützung der Resolution auf, die jährlich der UN-Generalversammlung vorgelegt wird: „Bekämpfung der Verherrlichung von Nazismus, Neonazismus und anderen Praktiken, die zur Eskalation moderner Formen von Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängender Intoleranz beitragen“, warnten die Außenminister.

„Wir betonen die Notwendigkeit, die Bemühungen zu intensivieren, um Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die Verbreitung von Hass und extremistischen Ideologien, Diskriminierung aus ethnischen, rassischen oder religiösen Gründen und andere unmenschliche Handlungen zu verhindern. Die Bewahrung der historischen Wahrheit über die Befreiung der Welt von der menschenhassenden Ideologie der Nazis für heutige und künftige Generationen und die Pflege der Traditionen und des Geistes der alliierten Beziehungen ist unsere heilige Pflicht vor der Generation der Sieger“, erklärten die OVKS-Außenminister.

Nach Angaben des OVKS-Pressesprechers, Wladimir Sainetdinow, wurden in der Sitzung der OVKS-Außenminister in Form einer Videokonferenz Meinungen über aktuelle Fragen der Sicherheit und der Verbesserung der Wirksamkeit der OVKS, praktische Aspekte der Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten im Format der Organisation und auf internationaler Arena, über die Zusammenarbeit zwischen der OVKS und der UNO, auch im Rahmen der friedenserhaltenden Aktivitäten unter der Schirmherrschaft der UNO, ausgetauscht. Der UN-Untergeneralsekretär für Friedenssicherungseinsätze Jean-Pierre Lacroix übermittelte den Teilnehmern des Rats der OVKS-Außenminister eine Videobotschaft.

Der Vorsitzende des Rats der OVKS-Außenminister, Sergej Lawrow, informierte seine Kollegen über die Ergebnisse des russischen Vorsitzes in der Organisation in den Jahren 2019-2020. Die Außenminister stellten Einschätzungen zum Stand und zu den Entwicklungsperspektiven der internationalen und regionalen Lage und deren Auswirkungen auf die Stabilität im OVKS-Raum vor. Es wurde eine Reihe von Dokumenten und politischen Erklärungen gebilligt, die den Staatschefs der OVKS-Mitgliedstaaten in der bevorstehenden Sitzung des Rats der kollektiven Sicherheit der OVKS am 2. Dezember zur Prüfung und Billigung vorgelegt werden, darunter Entwürfe der Deklaration des Rats der kollektiven Sicherheit und der Erklärung über die Bildung einer gerechten und nachhaltigen Weltordnung.

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