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23 Juni 2022, 16:25

Perzow: Informationskonfrontation dauert an und lässt nicht nach

WITEBSK, 23. Juni (BelTA) – Die Informationskonfrontation dauert an und lässt nicht nach. Das sagte Informationsminister Wladimir Perzow auf dem II. Forum der belarussischen Mediengemeinschaft „Regionale Medien im digitalen Raum: Wissen, Probleme, Aussichten.“

„Was steht heute zur Debatte? Es gibt eine Vielzahl von Fragen. In erster Linie geht es darum, wie man das Publikum gewinnen kann und wie die staatlichen Massenmedien ihre Präsenz in den neuen Medien ausbauen können. Diese Frage höre ich häufig, wenn ich zahlreiche Redaktionen in den Regionen besuche. Manche Redaktionen haben bereits eine große Arbeit in diesem Bereich geleistet, andere fühlen sich im Internet, in den sozialen Medien und in verschiedenen Messangern wie Telegram und Viber recht gut. Für viele ist das erst der Anfang einer Reise“, sagte Wladimir Perzow. „Wie arbeiten in einem unfreundlichen digitalen Umfeld? Die Masken sind gefallen, es herrscht ein Informationskrieg. Unsere Gegner zögern nicht, unsere Kanäle zu schließen, den externen Zugang einzuschränken und Telegram-Kanäle ohne rechtliche Grundlage zu sperren. Zum ersten Mal haben wir es mit einer Praxis zu tun, wenn der Kontent gelöscht wird. Und das ist auch eine neue Herausforderung, mit der wir leben müssen.“

Der Minister betonte: „Medien haben auf die Belange der Menschen in ihren Regionen zu reagieren. Probleme, die den einfachen Menschen Sorgen machen, sollen in den Medien nicht nur thematisiert, sondern durch die Medien gelöst werden. Dann sind Sie ein nützlicher Kommunikationskanal für Ihre Leser, Zuschauer, Zuhörer, Behörden und das Land insgesamt.“

„Wir nehmen die Arbeit der regionalen Medien genau unter die Lupe. Wenn man die regionalen Probleme nur in Foren, Chatrooms oder anderen Gruppen-Chats anspricht und nichts davon in den regionalen Medien findet, schließen wir daraus, dass Ihre Medien nicht sehr effizient sind und niemand sie braucht. Bis Ende August haben wir Schlussfolgerungen zu ziehen und die notwendigen Maßnahmen zur Umgestaltung der regionalen Medien zu ergreifen.“

„Es ist kein Geheimnis, dass die Informationskonfrontation andauert. Sie lässt nicht nach. Sie wird uns nicht in Ruhe lassen. Wir haben noch schwierige Jahre vor uns und müssen zu echten, effektiven Medien werden, die bei Lesern, Zuschauern und Zuhörern Interesse finden“, fügte Wladimir Perzow hinzu.

Das zweite Jahr in Folge versammelt das Forum die besten Vertreter der Informationsgemeinschaft des Landes und dient als Plattform für den Meinungsaustausch und die Entwicklung neuer Ideen. Es bietet eine Gelegenheit zur Konsolidierung der Bemühungen von Experten aus verschiedenen Wissensbereichen, die unter Berücksichtigung der Digitalisierung und der öffentlichen Nachfrage zu einer erfolgreichen Etablierung des staatlichen Informationsprodukts beitragen soll.

Ziel der Veranstaltung ist es, die berufliche Kompetenz der Medienvertreter zu verbessern, ihre Kommunikation innerhalb der Branche zu entwickeln, die Fähigkeiten anzueignen, in einem konvergenten Umfeld zu arbeiten. Ein weiteres Ziel besteht darin, eine einheitliche Mediengemeinschaft in Belarus zu bilden, um die staatlichen Prioritäten bei der Entwicklung des nationalen Informationsraums zu gewährleisten.

Zum Abschluss des Forums werden Preise an die Gewinner des 18. nationalen Wettbewerbs „Goldene Litera“ verliehen.

Am Forum nehmen Leiter staatlicher und regionaler Medien, Kommunikationsexperten, Vertreter der ideologischen Vertikale und Blogger teil.

Die Veranstaltungen werden vom Informationsministerium mit Unterstützung des regionalen Exekutivkomitees Witebsk organisiert.

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