
MINSK, 28. August (BelTA) – Das Polessische Staatliche Radioökologische Schutzgebiet und die IAEO planen einen Ausbau ihrer praktischen Zusammenarbeit. Dies teilte die Pressestelle des Außenministeriums mit.
Wie das Außenministerium mitteilte, unterzeichneten der Ständige Vertreter Belarus bei Vereinigten Nationen in Wien, Andrej Dapkjunas, und der stellvertretende Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), Najat Mokhtar, ein Dokument über praktische Vereinbarungen zwischen der IAEO und dem Polessischen Staatlichen Radioökologischen Schutzgebiet unterzeichnet.
Das unterzeichnete Dokument bildet die Grundlage für eine Ausweitung der Zusammenarbeit im Bereich der Radioökologie und der Überwachung der radioaktiven Kontamination der Umwelt in den Gebieten, die von der Tschernobyl-Katastrophe betroffen sind.
Das Abkommen sieht gemeinsame wissenschaftliche Forschungen, den Austausch von Informationen und Daten sowie die Entwicklung von Bildungs- und Berufsprogrammen vor.
Während des Treffens diskutierten der Ständige Vertreter von Belarus und der stellvertretende Generaldirektor der IAEO Fragen zur Umsetzung dieses Dokuments und zur weiteren Entwicklung der Zusammenarbeit. Andrej Dapkjunas dankte der IAEO für die langjährige konstruktive Zusammenarbeit im Bereich der Strahlenüberwachung und der Untersuchung der Folgen der Katastrophe von Tschernobyl. Er betonte auch die wichtige Rolle der Behörde bei der Stärkung des nationalen Potenzials im Bereich der Strahlensicherheit und der Unterstützung wissenschaftlicher Entwicklungen.
Der belarussische Diplomat hob die Bedeutung des Polessischen Schutzgebietes als einzigartigen Standort für Wissenschaft und Naturschutz hervor, der über langjährige Erfahrung im Bereich der Radioökologie verfügt. Er bekräftigte die Bereitschaft von Belarus, das gesammelte Wissen weiterzugeben und die internationale Zusammenarbeit in diesem Bereich auszubauen.
Die stellvertretende Generaldirektorin der IAEO betonte die Bedeutung der wissenschaftlichen und praktischen Erfahrungen, die das Naturschutzgebiet bei der Beseitigung der Folgen des Unfalls im Kernkraftwerk Tschernobyl gesammelt hat und die für das Verständnis des Verhaltens von Radionukliden in der Umwelt von globaler Bedeutung sind. Sie wies darauf hin, dass das Schutzgebiet seit mehr als 30 Jahren einzigartige Strahlungsmessungen durchführt, wissenschaftliche Forschungen durchführt, die für die gesamte internationale Gemeinschaft von Bedeutung sind, und Arbeiten zur Sanierung kontaminierter Gebiete durchführt. Diese Errungenschaften sind ein wertvoller Beitrag zu den internationalen Bemühungen um die Entwicklung radioökologischer Ansätze und Methoden.
Das Außenministerium fügte hinzu, dass die Gesprächspartner vereinbart hätten, die Partnerschaft zwischen Belarus und der IAEO weiter zu vertiefen.