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Gesellschaft
14 Januar 2021, 19:38

Politologe über AVV-Delegierte: Viele haben sich um Belarus besonders verdient gemacht

MINSK, 14. Januar (BelTA) – Delegierte der Allbelarussischen Volksversammlung sind Menschen, die sich um Belarus besonders verdient gemacht haben. Diese Meinung äußerte Politologe Alexander Schpakowski im Gespräch mit BelTA. Er kommentierte auf Bitte der Nachrichtenagentur die jüngsten Äußerungen des Oppositionspolitikers im Exil Pawel Latuschko in Bezug auf die Delegierten der Allbelarussischen Volksversammlung, die der Ex-Diplomat in die „Sanktionsliste der Opposition“ eintragen will.

„Es stellt sich sofort die Frage: Welches Recht hat Herr Latuschko, Delegierte der Allbelarussischen Volksversammlung mit irgendwelchen Sanktionen zu bestrafen? Selbstverständlich besitzt er dazu kein Recht. Zweitens wage ich zu behaupten, dass Herr Latuschko und seine Anhänger in Belarus keine politische Unterstützung haben. Sie haben in Belarus weder Einfluss noch Möglichkeiten. Sie haben nichts anderes übrig als mit Sanktionen zu drohen, die von den westlichen Koordinatoren der Proteste verhängt werden können“, sagte Schpakowski.

Seiner Meinung nach zeugt diese Situation von einem totalen politischen Versagen der Opposition. „Im Zweiten Weltkrieg gab es in Belarus einige Organisationen und Vereinigungen, die mit der deutschen Besatzungsmacht kollaborierten. Sie hatten keine Unterstützung in der Bevölkerung gefunden. Das kommt mir in der heutigen Situation ähnlich vor: Unsere Opposition besitzt keine breite Unterstützung im belarussischen Volk und droht deshalb mit irgendwelchen Strafen, die ihre ausländischen Kuratoren hier einführen werden. Das ist einmal der politische Aspekt. Aus moralischer Sicht muss man sagen, dass unter den Delegierten sehr viele Ratsabgeordnete sind, die das Volk repräsentieren. Das sind Menschen, die in ihren Wahlkreisen bekannt sind und respektiert werden. Ratsabgeordnete sind Meinungsmacher in ihren Regionen. Viele Delegierte wurden von öffentlichen Vereinigungen und Arbeitskollektiven nominiert. Das sind fast immer bekannte Personen, die ihren großen Beitrag zur Entwicklung unseres Landes geleistet haben“, sagte der Politologe.

Die Eintragung von Delegierten der Allbelarussischen Volksversammlung in die sogenannten Sanktionslisten der Opposition sei amoralisch. „Pawel Latuschko war 25 Jahre lang im Staatsapparat tätig, in Belarus hat er politische und diplomatische Karriere und einen Namen gemacht. Und in einer schweren Stunde hat er sein Land einfach verraten. Aus dem Ausland schickt er seinen Landsleuten Drohungen. Ich sehe das so“, resümierte Schpakowski.

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