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Gesellschaft
12 November 2021, 16:51

Rumak: Menschen dürfen nicht zu Geiseln politischer Konfrontation werden

MINSK, 12. November (BelTA) – Menschen dürfen nicht zu Geiseln politischer Konfrontation werden. Diese Meinung äußerte der Beauftragte für Religion und Nationalitäten, Alexander Rumak, bei einem Treffen mit den Leitern von der vier führenden Religionskonfessionen in Belarus.

Im Mittelpunkt des Treffens stand die aktuelle Migrationskrise und die Situation mit Migranten an der belarussischen Grenze zu Polen. An der Diskussion nahmen Leiter der Belarussischen Orthodoxen Kirche, Metropolit von Minsk und Saslawl Weniamin, Leiter der Römisch-Katholischen Kirche, Erzbischof von Minsk und Mogiljow Joseph Stanewski, Mufti der muslimischen Religionsgemeinschaft Abu-Bekir Schabanowitsch und Oberrabbiner der religiösen Vereinigung des progressiven Judentums Grigorij Abramowitsch teil.

Die Gesprächsteilnehmer kamen darin überein, dass man die Flüchtlinge in dieser Notsituation unbedingt unterstützen soll. Sie brauchen ein Zuhause und normale, würdige Lebensbedingungen. „Es ist wichtig, dass man in dieser Situation an einem Strang zieht. Das weitere Schicksal von Migranten soll so bald wie möglich gelöst werden“, sagt Metropolit Weniamin.

Erzbischof der Römisch-Katholischen Kirche sagte: „Die Kirche unterstützt seit jeher alle, die in Not geraten sind. Papst Franziskus ruft alle Menschen guten Willens zur Einheit auf, da wir alle Brüder und Schwestern sind. Die heutigen Ereignisse an der Grenze zu Polen zeigen einmal mehr, dass diese Worte des Pontifex sehr wichtig sind und die Menschen einander unabhängig von ihrer Nationalität und Religion helfen sollten. Vor allem, wenn es sich um kleine Kinder und Frauen handelt, die, wie in diesem Fall, sehr hilfsbedürftig sind. Möge der gute Gott die Herzen der Menschen mit Freundlichkeit und Nächstenliebe erfüllen.“

Abu-Bekir Schabanowitsch sagte, er empfinde tiefes Mitgefühl für die Menschen, die auf der Suche nach Frieden geflohen sind und sich nun an der Grenze zu Polen befinden. Sie leiden, hungern und frieren und sind sehr auf fremde Hilfe angewiesen. Abu-Bekir Schabanowitsch wies darauf hin, dass alle Konfessionen im Land für Frieden, Harmonie und Barmherzigkeit eintreten.

Der Oberrabbiner der Religiösen Vereinigung des progressiven Judentums, Grigori Abramowitsch, erinnerte an die Situation der Chassiden, die einst die Grenze nicht überqueren konnten und sich im Grenzgebiet befanden. Sie erhielten damals Hilfe von Belarus. Zum Thema Migrationskrise sagte er: „"Hier geht es darum, allen Menschen zu helfen, die Unterstützung brauchen, unabhängig von der Konfession, und es geht darum, wie man den Menschen helfen kann, und nicht nur darum, zu diskutieren. Die Hauptaufgabe besteht darin, dass wir nicht weggucken.“

Es fand ein konstruktives Gespräch über die Beilegung der Krise und die Lage an der belarussisch-polnischen Grenze statt. Die Seiten legten sich auf die Ansätze für die humanitäre und geistige Hilfe für Flüchtlinge fest.

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