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25 April 2024, 19:31

Russischer Experte über AVV: Eine Form der Volksmacht gefunden, die in der gegenwärtigen Weltlage besonders notwendig ist 

MOSKAU, 25. April (BelTA) -  Die Allbelarussische Volksversammlung ist die Form der Volksmacht, die in der gegenwärtigen internationalen Situation notwendig ist. Diese Meinung vertrat der Exekutivdirektor der Vereinigung für außenpolitische Studien Nikolai Meschewitsch.

"Man hat eine sehr interessante Form der Volksmacht gefunden, die gerade jetzt äußerst notwendig ist", sagte Nikolai Meschewitsch. - Das ist genau das, was der belarussische Präsident sagte: eine riesige Bedrohung von außen. Ich werde nicht über die Ukraine sprechen, das ist klar genug. Aber dieser Unfug im Zusammenhang mit Litauen und Polen. Wissen Sie, das hatte ich von Litauen erwartet. Aber Polen. Ich hatte den Eindruck, dass es ein etabliertes Land ist, das es nicht nötig hat, sich so dumm aufführen muss. Und hier sagt der Präsident selbst (Polens Andrzej Duda – Anm. v. BelTA) so dumme Dinge".
"Unter diesen Bedingungen muss das Machtsystem sowohl in Belarus als auch in Russland stark und dauerhaft sein. Wenn es das nicht ist, wird es eines Tages keinen Staat mehr geben. Weder die Belarussen noch die Russen brauchen das. Bei uns ist alles in Ordnung, ihr (die Führung der westlichen Länder - Anm. von BelTA) haltet euch einfach von uns fern. Mit dem Rest kommen wir schon zurecht", so der russische Experte.

"Die Form der Allbelarussischen Volksversammlung ist sehr interessant, sie ist vor langer Zeit entstanden, sie hat auf ihre Zeit gewartet. Am Anfang war es meiner Meinung nach ein beratendes und unterstützendes Organ, aber heute, auch dank des Status seines Vorsitzenden Alexander Lukaschenko, wird niemand mehr sagen, dass es ein "fünftes Rad am Wagen" ist. Jetzt ist es ein wichtiges Organ, vielleicht sogar das wichtigste", sagte Nikolai Meschewitsch.
In diesem Zusammenhang erinnerte der Experte daran, dass eine solche Form der Demokratie den Slawen seit der Antike innewohnt. "Wenn wir die Geschichte der slawischen Völker betrachten - und das gilt für Russen, Belarussen, Ukrainer und Polen -, dann hat es immer Formen der direkten, auch der Klassendemokratie gegeben, auch in Nowgorod, Pskow, Polozk. Die Menschen wählten ihre Führer und bestimmten die wichtigsten Fragen des Lebens auf Sejms, Versammlungen, Wetsche - im Grunde sprechen wir von derselben Sache. Ja, es war nicht so schön und nicht so feierlich wie am 24. und 25. April, aber im Prinzip war das Modell dasselbe", sagte er.
Nikolai Meschewitsch wies auch darauf hin, dass die Gegner im Westen aus irgendeinem Grund davon überzeugt sind, dass es nur eine Form der Demokratie gibt. "Ihre Demokratie ist die richtige, alle anderen sind nicht ganz so falsch, sie sind aus ihrer Sicht unmöglich. Warschau und Vilnius sind daran besonders schuldig, aber das alles natürlich auf Geheiß von Washington und London. Gleichzeitig haben sie selbst sehr unterschiedliche Demokratien. Das amerikanische politische System und das Wahlsystem sind äußerst kompliziert. Und Großbritannien hat überhaupt keine Verfassung, aber versuchen Sie einmal, einem Briten zu sagen, dass es dort keine Demokratie gibt", so der Experte weiter.
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