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05 Oktober 2022, 16:49

Sawinych über internationale globale Zusammenarbeit: Dieses Projekt ist gescheitert

MINSK, 5. Oktober (BelTA) – Die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit ist ein wichtiges Gegenprojekt, das der westlichen Vorherrschaft ein Ende setzen kann. Diese Meinung äußerte der Vorsitzende des Ständigen Ausschusses der Repräsentantenkammer für auswärtige Angelegenheiten Andrej Sawinych im Youtube-Projekt der Telegraphenagentur BelTA „Thema im Gespräch.“

„Die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit entwickelt sich nun zu einer Organisation, die auf Sicherheit achtet und Entscheidungen trifft, die zur Stabilisierung führen. Die Organisation ist in der Tat eine Partei, die die meisten Länder des eurasischen Raums vertritt. Und wir fangen an, über Transport- und Logistikkonnektivität zu sprechen, über die Schaffung eines Binnenmarktes mit Arbeitsteilung. Wir schaffen globale Wirtschaft auf regionaler Ebene, die eine nachhaltige Entwicklung für die kommenden Jahrzehnte gewährleistet. Das ist ein sehr wichtiges Gegenprojekt, das der westlichen Dominanz ein Ende setzen kann. Und das wird immer deutlicher“, so Andrej Sawinych.

Der Vorsitzende des Ständigen Ausschusses für internationale Angelegenheiten sagte, die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit agiere global. „Sie wird auch zu einer europäischen Organisation. Und das, weil Belarus Teil dieser Organisation wird“, sagte er.

Andrej Sawinych machte darauf aufmerksam, welche Aufgaben die SOZ zu erfüllen hat. „Das Problem ist, dass die transnationalen Finanz- und Unternehmenskreise versucht haben, ihr Neo-Globalisierungsprojekt „inklusiver Kapitalismus“ durchzusetzen. Dieses Projekt ist im Wesentlichen gescheitert. Es wurde von niemandem unterstützt, nur von den loyalen Satelliten, die diese Kreise mit Gewalt und Finanzen kontrollieren. Und dann, so scheint es mir, haben sie beschlossen, das globale Finanz- und Handelssystem zum Einsturz zu bringen, um eine Menge lokaler Konflikte zu schaffen. Das ist der Untergang der Welt. Das wird so oder so passieren, denn der Übergang von einer unipolaren zu einer multipolaren Welt ist immer mit Konflikten und einem Zusammenbruch der Macht verbunden. Jedes Land versucht, seinen Einflussbereich zu definieren. Das führt immer zu Reibungen und Problemen. Aber dieser Prozess kann mehr oder weniger kontrollierbar gemacht werden, die Kosten für die meisten Länder können gesenkt werden“, so Andrej Sawinych. „Aber die westlichen Finanz- und Unternehmenskreise sind daran nicht interessiert. Im Gegenteil, es scheint, dass es besser ist, so viel Chaos wie möglich zu schaffen. Und viele Länder versuchen, einen Hebel zu finden, der die Situation ausgleicht und einen sanfteren, reibungsloseren Übergang mit geringeren Kosten ermöglicht. Die SOZ ist eine solche Übergangsorganisation. Auch BRICS könnte sich zu einer solchen Organisation entwickeln. Wenn Sie die SOZ-Charta, so heißt es dort, dass sie sich für die Errichtung einer neuen Weltordnung einsetzt, die auf gerechteren Grundsätzen für alle beruht.“

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