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Gesellschaft
21 April 2022, 14:45

Schaden durch den Bau des polnischen Zauns im Białowieża-Urwald beträgt über Br52 Mio.

MINSK, 21. April (BelTA) – Der Schaden, der durch den Bau des polnischen Zauns auf dem Territorium des Białowieża-Urwaldes verursacht wurde, beläuft sich auf etwa Br52 Millionen. Das sagte Leiter der Abteilung für Umweltschutzkontrolle, Forstwirtschaft und Tschernobyl-Probleme im Komitee für Staatskontrolle der Republik Belarus Wassili Rudenik vor Journalisten.

„Als wir die ersten Signale bekamen, dass Polen den Bau eines Zauns an der Grenze zu Belarus plante, informierten wir die Behörden und wurden angewiesen, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um dies zu verhindern“, sagte Wassili Rudenik. „Um das Ausmaß der verursachten Schäden zu ermitteln, war es notwendig, Kontrollmaßnahmen vor Ort durchzuführen. Gemeinsam mit Wissenschaftlern und Vertretern des Ministeriums für Naturressourcen und Umwelt haben wir festgestellt, dass es sich im eine Summe von Br51,8 Mio. handelt.“

Um die Schadenshöhe festzustellen, wurden mehrere Bewertungskriterien verwendet, erzählte der Experte. „Erstens war das die Verschlechterung der Bodenqualität und die Zerstörung des Bodens während des Baus des Sperrzauns. Der Schaden, der bei den Aushubarbeiten entstanden ist, beläuft sich auf über Br1 Mio. Den größten Schaden verursachten die Auswirkungen auf den Oberboden, d. h. die Zerstörung der lebenden Bodendecke, der Waldstreu und der fruchtbaren Bodenschicht. Der Schaden belief sich auf Br44,8 Mio. Das dritte Kriterium war die Bodendegradation durch die Zerstörung wertvoller alter Laub- und Schwarzerlenwälder – ermittelt wurde ein Schaden von fast Br6 Mio.“, sagte Wassili Rudenik.

Im Moment ist es nicht möglich, die negativen Auswirkungen auf wildlebende Tiere, insbesondere Vögel, Huftiere und andere, zu berechnen. „In dieser Hinsicht ist es nur aus der Sicht erfahrener Naturschutzorganisationen möglich, den Schaden für bereits etablierte Populationen im Nationalpark Beloweshskaja Puschtscha zu messen, angefangen beim größten Wisent bis hin zu kleinen Vögeln“, resümierte der Experte.

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