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15 Januar 2024, 12:12

Schwed: Glocken von Chatyn, Ola, Selwa erinnern uns an die Schrecken des Krieges

SWETLOGORSK, 15. Januar (BelTA) – Die Glocken von Chatyn, Ola, Selwa und anderen verbrannten Dörfern erinnern die heutigen Generationen an die schrecklichen Zeiten des Großen Vaterländischen Krieges. Das betonte Generalstaatsanwalt Andrej Schwed in der Gedenkstätte Ola bei einer Kundgebung zum 80. Jahrestag der Vernichtung des Dorfes. 

Der Generalstaatsanwalt erinnerte daran, was sich vor genau 80 Jahren, an einem Januarmorgen des Jahres 1944, im Dorf Ola abspielte. „Das war eine Tragödie. Aus militärischer Sicht war das eine sinnlose Aktion. Aber aus der Sicht der Faschisten und ihrer Komplizen war die Vernichtung von Dorfeinwohnern durchaus sinnvoll. Sie hatten schon lange vor 1941 konkrete Pläne geschmiedet und alles Notwendige getan, um hierher zu kommen und unsere Vorfahren, die hier lebten, zu töten“, sagte er. 





"Die Glocken von Chatyn, Ola, Selwa und zehntausenden anderen Dörfern, die ganz oder teilweise verbrannt wurden, erinnern uns an diese schrecklichen Zeiten. Heute, wo die Ermittlungen in Strafsache wegen des Genozids an der belarussischen Bevölkerung laufen, dürfen wir sagen, dass die Nazis in Belarus eine totale Vernichtung der Zivilisten organisiert haben“, betonte Andrej Schwed. 



Mindestens 3 Millionen Zivilisten und Kriegsgefangene liegen in der Erde, mehr als 12,1 Tausend Siedlungen wurden zerstört, von denen etwa 300 nie wieder aufgebaut wurden.

„Warum sagen wir in Bezug auf die Zahlen „etwa“ oder „mehr als“? Weil die Ermittler jeden Tag neue Namen, neue Orte schrecklicher Tragödien entdecken“, erklärte er. 







Der Generalstaatsanwalt betonte: Heute ist es wichtig, die schreckliche Wahrheit den Kindern, den Enkeln zu vermitteln. „Im Westen hegen die Nachkommen der Tätet von damals neue Pläne. Das Böse, das vor 80 Jahren hierher kam, ist leider noch nicht tot. Es ist bereits an unseren Grenzen zu sehen. Wir müssen uns daran erinnern, um zu verstehen, wie wir dieses Übel bekämpfen können“, sagte Andrej Schwed.

Aus seiner Sicht sei es wichtig, sich an die Heldentaten der Menschen zu erinnern. Sie hatten nicht nur mit Waffen gegen den Feind gekämpft. Als Partisanen oder an der Front. Ganz normale Bürger wie die Einwohner des Dorfes Ola haben in den letzten Momenten ihres Lebens Tapferkeit und Standhaftigkeit bewiesen. 



„Ehrendes Gedenken gilt allen, die hier und an zehntausenden anderen Orten in unserem Land zu Tode gequält wurden. Ewiges Gedenken denjenigen, denen wir unsere Gegenwart zu verdanken haben“, resümierte Andrej Schwed. 





Das Leben in Ola wurde am 14. Januar 1944 für immer beendet. In den frühen Morgenstunden umzingelten die Nazis das Dorf. Sie verwandelten das friedliche Leben der Dorfbewohner in eine wahre Hölle auf Erden. Ola wurde mitsamt seinen Bewohnern - Alten, Frauen und Kindern - niedergebrannt. Alte Menschen und Kinder wurden lebendig ins Feuer geworfen, und diejenigen, die den Flammen entkamen, wurden getötet. Nur wenigen gelang es, dieser faschistischen Hölle zu entkommen. Im Dorf Ola starben 1758 Menschen, darunter 950 Kinder. Nach dem Krieg wurde das Dorf Ola nicht wieder aufgebaut. Im Mai 2020 wurde an der Stelle des Dorfes eine Gedenkstätte eröffnet.
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