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Gesellschaft
06 Mai 2022, 14:25

Semaschko: Der Westen zieht den Dritten Weltkrieg in Betracht. Das ruft Verwirrung und Zorn hervor

MOSKAU, 6. Mai (BelTA) – Die Auslassungen westlicher Politiker über einen möglichen dritten Weltkrieg rufen Verwirrung und Zorn hervor. Das sagte der belarussische Botschafter in Russland Wladimir Semaschko heute vor Journalisten. Der Botschafter hat heute einen Blumenkranz zum Ewigen Feuer am Grabmal des Unbekannten Soldaten in Moskau niedergelegt.

„Die aktuelle Situation löst einerseits Verwirrung und andererseits Zorn aus“, sagte Wladimir Semaschko. „Denn aus historischer Sicht ist nicht viel Zeit vergangen. Mein Vater war im Krieg, und meine Mutter kämpfte mit 16 Jahren an der Heimatfront. Aber heute wird wieder zu einem Krieg aufgerufen, einem neuen Dritten Weltkrieg als wäre es ein Spiel. Jemand hat zu viel Hollywood-Filme gesehen. Der neue Krieg wird ganz anders sein als man ihn in Kinos zeigt.“

Der Westen versucht seit Jahrzehnten, die Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs zu revidieren. „Die USA und Großbritannien behaupten aus irgendwelchem Grund, dass sie den Zweiten Weltkrieg gewonnen haben“, sagte Semaschko. „Menschen, die eine Hochschulbildung haben, müssen historische Fakten kennen. Ich kommuniziere oft mit westlichen Politikern und Diplomaten, und sie wissen leider nicht, dass die Sowjetunion in jenem Krieg 27 Millionen Menschen verloren hatte. Allein in Belarus wurden 9.200 Dörfer vernichtet, 628 davon wurden mitsamt ihren Bewohnern niedergebrannt.“

Zur gleichen Zeit, so der Diplomat, starben in Frankreich während des Zweiten Weltkriegs etwa 450 Tausend Menschen, das Vereinigte Königreich verlor etwa 600 Tausend und die USA verloren etwa 750 Tausend Menschen. „Sind diese Zahlen vergleichbar? 27 Millionen auf einer Seiten und 600.000 bis 800.000 auf der anderen… Es ist offensichtlich, wer den Sieg und den Frieden errungen hat“, resümierte Wladimir Semaschko.

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