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Gesellschaft
28 Juli 2021, 16:41

Sieg im Großen Vaterländischen Krieg ist Hauptaspekt des nationalen Selbstbewusstseins

MINSK, 28. Juli (BelTA) – Der Sieg im Großen Vaterländischen Krieg ist der Hauptaspekt des nationalen Selbstbewusstseins der Belarussen. Das sagte wissenschaftliche Mitarbeiterin des NAN-Instituts für Geschichte Marina Krasnowa vor Journalisten.

„Der Sieg im Großen Vaterländischen Krieg, in dem die Sowjetunion die Hauptrolle spielte, ist ein Schlüsselaspekt des nationalen Selbstbewusstseins der Belarussen. Trotz aller Irrungen und Wirrungen unserer Geschichte haben weder der Zusammenbruch der UdSSR noch die heißen 1990er Jahre noch die Attacken auf den Zweiten Weltkrieg und die Sowjetunion Anfang der 2000er Jahre die Einstellung der Belarussen zum Krieg verändert. Der Große Vaterländische Krieg wurde und wird als heroische und tragische Seite unserer Geschichte wahrgenommen, ein Ereignis, auf das die Menschen stolz sein sollten. Menschen, die für unser Vaterland gekämpft haben, verdienen Ehre und Respekt“, sagte Marina Krasnowa.

Die Forscherin ist überzeugt, dass es für die Belarussen sehr wichtig ist, die Erinnerung an den Krieg und die Einstellung zu ihm aufrechtzuerhalten. „Im Geschichtsunterricht wird diesem Thema viel Aufmerksamkeit geschenkt. In keiner anderen Republik der ehemaligen Sowjetunion wird so viel Erinnerungsarbeit geleistet als in Belarus“, sagte sie.

In der 4. Klasse erhalten die Schüler im Geschichtsunterricht die Grundkenntnisse über den Großen Vaterländischen Krieg, sie erfahren Namen von Kriegshelden aus Belarus. Eine systematische Auseinandersetzung mit der Welt- und Kriegsgeschichte findet in der Mittel- und Oberschule statt. Den Oberschülern wird erzählt, warum der Krieg begonnen wurde und was zu tun ist, damit so etwas nie wieder vorkommt.

„Im Jahr 2004 haben die Angriffe auf die Sowjetunion bereits begonnen. Auf Anweisung des belarussischen Präsidenten wurde in belarussischen Schulen der fakultative Unterricht über den Großen Vaterländischen Krieg eingeführt. Ein entsprechender Lehrbehelf wurde herausgegeben. Er ist in Belarus und Russland gut bekannt und wurde in der akademischen Gemeinschaft und von den Veteranenverbänden hoch eingeschätzt.

Belarussische und russische Geschichtswissenschaftler setzen heute ein gemeinsames und ernsthaftes Projekt um. „Im Rahmen dieses Projektes sollen Lehrbehelfe für Lehrer verfasst werden, in denen die Positionen der Historiker beider Länder dargestellt werden. Eine Reihe von Veröffentlichungen zu verschiedenen Themen ist geplant. Die erste heißt „Die Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges. Essays einer gemeinsamen Geschichte“. Das Buch enthält eine Reihe von einzigartigen Dokumenten, die zum ersten Mal veröffentlicht werden. Es wurden Dokumente aus den Archiven vieler Länder verwendet“, fügte die Forscherin hinzu.

Wir brauchen gute Lehrbehelfe. Die Schüler müssen nicht nur über den Krieg informiert werden. Sie brauchen Fakten, die sie analysieren und auf ihrer Grundlage eigene Schlussfolgeringen ziehen sollten“, schlussfolgerte sie.

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