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18 Januar 2022, 19:57

Sikorski über ICAO-Bericht zur Ryanair-Landung: Es hat kein Abfangen gegeben

MINSK, 18. Januar (BelTA) – Die ICAO-Untersuchungsgruppe zum Ryanair-Vorfall hat Beweise der belarussischen Seite akzeptiert, dass es seitens von Belarus kein Abfangen der Maschine gegeben hat. Das sagte Artjom Sikorski, Leiter des Departements für Luftfahrt beim Ministerium für Verkehr und Kommunikationen, heute vor Journalisten.

„Am 17. Januar um 23.20 Uhr erhielt die Luftfahrtbehörde ein Arbeitsdokument mit dem beigefügten Abschlussbericht der ICAO-Untersuchungsgruppe zum Ryanair-Vorfall vom 23. Mai 2021. Das Dokument ist in englischer Sprache verfasst und umfasst 64 Seiten. Wir sind jetzt dabei, alle Stellen des Berichts sorgfältig zu analysieren und Ungenauigkeiten zu identifizieren, die eine Korrektur erfordern“, sagte Artjom Sikorski. Der Bericht soll in einer ICAO-Sitzung 31. Januar erörtert werden.

„Das Untersuchungsteam akzeptierte die Beweise der belarussischen Seite, dass es seitens der Republik Belarus kein Abfangen der Ryanair-Maschine, keine Zwangslandung oder Umleitung des Flugs durch das Militärflugzeug MiG-29 gab, was früher behauptet wurde. Die ICAO-Ermittler stellten fest, dass die Crew keine visuellen Signale gab und dass keine Kommunikation mit dem Flugzeug stattfand. Das ist der Beweis, dass die MiG-29 den Ryanair-Flug nicht abgefangen hat“, sagte der Leiter der Abteilung.

Ihm zufolge wird in dem ICAO-Dokument ein weiterer wichtiger Punkt hervorgehoben, auf den die belarussische Partei zuvor aufmerksam machte. „Die Angaben zur Kontrolle über die Aufzeichnung der Gespräche im Cockpit sind nicht erhalten geblieben, da die Besatzung die Aufzeichnungsgeräte nach der Landung in Minsk nicht ausgeschaltet hat. So hat die Besatzung die Daten der objektiven Kontrolle und die Tonaufnahme des Moments, in dem sie die Entscheidung zur Landung in Minsk traf, nicht gespeichert. Das sieht seltsam aus“, betonte Artjom Sikorski.

Er stellte fest, dass die belarussische Seite weiterhin mit der ICAO zusammenarbeiten wird. „Wir planen, die von der belarussischen Seite vorgetragenen Fakten gemeinsam mit den ICAO-Experten bis zur Überprüfung des Berichts am 31. Januar zu klären. Wir erwarten, dass die von der Republik Belarus eingereichte Beschwerde über die Einführung illegaler EU-Sanktionen gegen die belarussische Zivilluftfahrt dennoch untersucht wird“, so Sikorski.

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