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Gesellschaft
29 September 2022, 14:48

Stimme aus Deutschland: Früher hatte ich ein negativ geprägtes Bild über Russland

Foto: pixabay.com
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MINSK, 29. September (BelTA) – In einem Interview für die Telegraphenagentur BelTA hat Oliver S., stellvertretender Bundesvorstandsvorsitzender einer deutschen Kleinpartei, darüber erzählt, welchen Bild die deutschen Mainstream-Medien von Belarus und Russland malen.

Die Deutschen schöpften Informationen über Belarus und Russland vorwiegend aus den westlichen Medien, und diese Informationen seien hauptsächlich negativ besetzt, sagte er.

„Das kann man nicht in zwei Sätzen erklären“, sagte Oliver. „ Für mich ist dass Ganze systematisch bedingt, weil dort westliche Interessen berührt werden. Ich kann das nur an meiner eigenen Erfahrung schildern. Ich hatte früher ein negativ geprägtes Bild über Russland im Kopf, durch unsere Medien. Und habe mich dann aber aus diesem geistigen Gefängnis, in dem ich über Medien gehalten worden bin, sprengen können. Als ich eine Einladung bekam nach Russland - das waren Freunde von mir, die mich eingeladen haben. Und als ich das erste Mal dann in Moskau und der Umgebung war,

ist dieses negative Bild über Russland, das ich im Kopf hatte, zerbröselt, zu Staub zerfallen.

Ich bin dieser Täuschung entledigt worden.“

Der Politiker ist überzeugt, dass der Westen kein Interesse hat, dass Menschen in den Osten fahren. „Nach Weißrussland oder Russland. Weil wenn mir das passiert ist, wird das den anderen Leuten auch passieren können. Und man kommt dann ins Nachdenken und fängt an sich selber zu fragen: Warum ist denn das so? Was ist denn da jetzt so schlimm daran, nach Russland zu fahren oder nach Weißrussland, weil ich empfinde das als nicht schlimm, sondern als Bereicherung. Ich lerne neue Menschen kennen, ich lerne schöne Länder kennen, ich lerne leckeres Essen kennen und das ist für mich eine Bereicherung. Und da muss man einfach fragen, warum wird zum Beispiel Weißrussland so medial bearbeitet, dass dem normalen Westbürger die Lust vergeht, in dieses Land zu kommen. Das sollte hinterfragt werden.

Mittlerweile denke ich, dass ich es verstanden habe. Es findet eine gezielte Trennung zwischen Deutschland und unseren östlichen Nachbarn statt und diese Trennung ist künstlich. Mit Russen und Weißrussen, die einst der großen Rus angehörten, haben wir so viele Verbindungen, so viel Gemeinsamkeiten. Historische Gemeinsamkeiten, und das finde ich auch wieder, wenn ich in Weißrussland oder in Russland bin. Ob es Gemeinsamkeiten in der Sprache sind, in der Kultur. Vielleicht waren wir mal ein Volk, vor Tausend Jahren.“

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