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Gesellschaft
29 September 2022, 13:03

Stimme aus Donezk: So wie die ukrainische Armee ging nur die Waffen-SS gegen Zivilbevölkerung vor

MINSK, 29. September (BelTA) – In einem Interview mit der Telegraphenagentur BelTA hat Andrej Lyssenko, Freiwilliger aus Donezk, über die Kriegsverbrechen der ukrainischen Armee und die anhaltenden Raketenangriffe auf Zivilisten erzählt.

Dass die ukrainischen Streitkräfte heute immer noch die eigene Zivilbevölkerung beschießen, hält Lyssenko für die Agonie der Regierung, die den Donbass aufgegeben und verloren hat. „Ich war Zeuge vieler Raketenangriffe seitens der ukrainischen Armee, bei denen friedliche Menschen ums Leben kamen. Ich habe gesehen, wie die hochpräzisen NATO-Raketen auf einen überfüllten Bauernmarkt im Zentrum von Donezk einschlugen: das war definitiv kein militärisches Ziel. Ich war gerade unterwegs und musste abbiegen, um zu sehen, ob jemand Hilfe brauchte. Ich sah, wie die NATO-Raketen über uns hinweg flogen und wie wild die Luftabwehr diese Angriffe abzuwenden versuchte. Ich habe viele Beschüsse erlebt, aber in jenem Augenblick war es selbst mir sehr unwohl zumute, ich hatte große Angst. Ich sah, wie ein Geschoss den Linienbus traf und den Boden des Fahrzeugs abriss. Dabei wurde eine junge Frau schwer verletzt. Wir haben versucht, sie zu retten. Das Militär kam, zog sie heraus und half ihr, aber sie starb trotzdem. Das alles geschah direkt vor meinen Augen“, erzählte Andrej Lyssenko.

Wie der Freiwillige aus Donezk zugab, geht das ukrainische Militär gegen die eigene Zivilbevölkerung viel grausamer vor als die Wehrmachtssoldaten im Zweiten Weltkrieg. „Das ist schlimmer als Faschismus. Nur die SS-Soldaten kämpften auf diese Weise gegen die Zivilbevölkerung. Was sich die Ukraine im Krieg gegen ihr eigenes Volk erlaubt, haben sich selbst die einfachen Wehrmachtssoldaten nicht erlaubt. Kurz gesagt, es ist die Agonie der Macht, die den Donbass aufgegeben hat. Sie hat den Donbass verloren, sie hat die Gebiete Saporoschje und Cherson veloren. Sie wird in Zukunft wahrscheinlich noch weitere Gebiete verlieren“, sagte der Einwohner von Donezk.

Andrej Lyssenko meint, dass solche Kriegsverbrechen gegen die Zivilbevölkerung von Söldnern begangen werden, die vom Westen geschickt werden und denen es egal ist, wen sie töten. „Der Einsatz von Präzisionswaffen setzt voraus, dass die Kämpfer entsprechend ausgebildet werden. Solche Spezialisten müssen schon irgendwelche Kampf- bzw. Kriegserfahrung im Gepäck haben. Sie können bei Bedarf die Militärziele sehr genau treffen. Ich habe selbst gesehen, wie sie ein Quadrat mit einem Radius von 100 m 8 Stunden lang hintereinander bombardiert haben, und kein einziger Geschoss war daneben. Und in Donezk haben sie absichtlich den Markt beschossen, denn sie haben die Geschosse um 11.00 Uhr abgefeuert – um diese Zeit ist der Markt menschenvoll. Es handelt sich nicht nur um ein Kriegsverbrechen, sondern um ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Und diejenigen, die diese Geschosse abgefeuert haben, sollten bestraft werden“, sagte Lyssenko.

Auf die Frage, was die Einwohner von Donbass vom Westen halten, sagte Andrej: „Wir haben genug auf den Westen geschaut. Der Westen ist eine Kloake. Wenn man zu lange auf eine Kloake schaut, wird einem sehr schnell übel. Man möchte stattdessen auf etwas Schönes schauen – auf Blumen oder blühende Obstgärten. Niemand will mehr die Kloake vor seinen Augen haben“, resümierte Andrej Lyssenko.

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