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Gesellschaft
17 Dezember 2021, 13:48

Studie: Mehrheit der Belarussen vertraut der Verwaltung

MINSK, 17. Dezember (BelTA) – Rund 60 Prozent der Belarussen vertrauen den Staatsbeamten und lokalen Behörden. Das geht aus der jüngsten Studie des Analytischen Zentrums EcooM „Belarus: Zukunftsansichten“ hervor.

Wie der EcooM-Leiter Sergej Mussijenko vor Journalisten sagte, vertrauen 57,3 Prozent der Bürger den Staatsbeamten und 56,8 Prozent der lokalen Verwaltung. Die Zentrale Kommission für Wahlen und Referenden genießt das Vertrauen der Hälfte der Befragten (52,9%). Politische Parteien schneiden in diesem Vertrauensranking schlechter ab (31%).

Auf die Frage, welchen Massenmedien die Menschen in Belarus Vertrauen schenken, gaben 52,3% der Teilnehmer der Studie das Fernsehen an. Der Presse glauben 43,3% der Befragten, dem Internet – 20,6%.

„Das Leben spiegelt das reale Bild der Wirklichkeit wider. Die Staatsmacht kümmert sich um die Belange der Menschen, besonders in dieser schwierigen COVID-19-Phase. Der Unterschied zu Nachbarstaaten ist mit bloßem Auge zu sehen. Ein weiteres Merkmal ist, dass die Massenmedien über die Ereignisse offen und zeitnah berichten“, sagte Mussijenko.

Verglichen mit einer ähnlichen Studie, die EcooM im Februar 2021 durchgeführt hat, ist die Zahl derer gesunken, die der Opposition vertrauen. Heute sind es nur 8,7% der Befragten.

„Die Menschen haben heute mehr Möglichkeiten, um die Dinge zu vergleichen. Es gibt keinen unnötigen Informationsdruck. Viele sind der Meinung, dass die Fakten eine wichtige Rolle spielen“, so der Leiter.

Im Rahmen einer umfassenden soziologischen Studie zum Auftakt des Verfassungsreferendums hat das Institut für Soziologie der Nationalen Akademie der Wissenschaften zusammen mit dem Analytischen Zentrum EcooM vom 15. November bis zum 4. Dezember 2021 eine Untersuchung zum Thema „Belarus: Zukunftsansichten“ durchgeführt. Daran nahmen 10 217 Menschen teil. Sie wurden nach dem Hauptkriterium ausgewählt – erwerbstätige Bevölkerung. Weitere Kriterien waren Wohnort, Alter und Geschlecht. Befragt wurden Menschen in allen Gebietes des Landes, Mitarbeiter von 350 Organisationen und Unternehmen.

Die Mehrheit hat an der Umfrage mit großem Interesse teilgenommen. Viele hielten das für eine gute Möglichkeit, ihre Meinung über das aktuelle Geschehen, über die Probleme und die Zukunft des Landes zum Ausdruck zu bringen. Es wurde der Wunsch geäußert, solche Umfragen öfter durchzuführen.

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