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Gesellschaft
20 Dezember 2021, 12:22

Umfrage: 25 Prozent der Belarussen machen sich selbst für ihre Lebensqualität verantwortlich

MINSK, 20. Dezember (BelTA) – Mehr als ein Viertel der Belarussen macht sich selbst für die Lebensqualität verantwortlich. Diese Daten stammen aus der soziologischen Untersuchung „Belarus. Zukunftsansichten“ des Analysezentrums EcooM.

Wie der EcooM-Leiter Sergej Mussijenko gegenüber BelTA sagte, hatten die Befragten anzugeben, wer ihrer Meinung nach daran schuld hat, wenn sich ihre Lebensverhältnisse verschlechtern.

Der Umfrage zufolge sind 26,2 % der Belarussen der Meinung, dass sie selbst dafür die Schuld tragen. 19,4 % antworteten, dass sich ihr Leben nicht verschlechtert. Immerhin gaben 12% der Befragten dem Staat die Schuld, 11,8% der Regierung, 9,3% - dem Ausland, 8,8% der Opposition und 4,6% dem Präsidenten.

„Was auffällt, ist das zunehmende Vertrauen in die eigenen Kräfte, die Einsicht, dass vieles im Leben von einem selbst abhängt. Das „Konsumdenken“ (andere tragen Verantwortung) wird immer öfter durch das Konzept des „Lebens in Eigenregie“ ersetzt. Die Menschen verstehen, dass es notwendig ist, zu lernen, zu arbeiten und sich gewisse Fähigkeiten anzueignen, denn die Zeiten ändern sich so schnell, dass weder der Staat noch der Einzelne sich auf die alten Grundlagen verlassen muss. Und dieses Verständnis setzt sich in den Köpfen der Menschen immer mehr durch“, sagte Sergej Mussijenko.

Der Leiter des Analysezentrums EcooM wies darauf hin, dass 9,3 % der Belarussen der Regierung anderer Länder die Schuld geben, die unser Leben verschlechtern wollen. „Sie rufen über ihre Anhänger oder direkt zu Sanktionen und Beschränkungen auf. Jede Beeinflussung von außen ist in der internationalen Politik unzulässig. Aber es fällt auf, dass immer mhr Staaten den Wunsch zeigen, Russland, China und Belarus etwas vorzuschreiben“, fügte er hinzu.

Im Rahmen einer umfassenden soziologischen Studie zum Auftakt des Verfassungsreferendums hat das Institut für Soziologie der Nationalen Akademie der Wissenschaften zusammen mit dem Analytischen Zentrum EcooM vom 15. November bis zum 4. Dezember 2021 eine Untersuchung zum Thema „Belarus: Zukunftsansichten“ durchgeführt. Daran nahmen 10 217 Menschen teil. Sie wurden nach dem Hauptkriterium ausgewählt – erwerbstätige Bevölkerung. Weitere Kriterien waren Wohnort, Alter und Geschlecht. Befragt wurden Menschen in allen Gebietes des Landes, Mitarbeiter von 350 Organisationen und Unternehmen.

Die Mehrheit hat an der Umfrage mit großem Interesse teilgenommen. Viele hielten das für eine gute Möglichkeit, ihre Meinung über das aktuelle Geschehen, über die Probleme und die Zukunft des Landes zum Ausdruck zu bringen. Es wurde der Wunsch geäußert, solche Umfragen öfter durchzuführen.

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