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13 Januar 2022, 14:19

Umfrage: Zahl der Atombefürworter in Belarus steigt

MINSK, 13. Januar (BelTA) – In Belarus steigt die Zahl jener, die die Entwicklung der Atomenergie befürworten. Das geht aus einer soziologischen Umfrage hervor, wie die stellvertretende Direktorin des Departements für Kernenergie beim Energieministeriums Lilija Dulinez vor Journalisten sagte.

„Die belarussische Bevölkerung ist sich der unbestreitbaren Vorteile der Kernenergieerzeugung wohl bewusst. Diese Tatsache bestätigen die Ergebnisse der jüngsten Umfrage, die vom Institut für Soziologie der Nationalen Akademie der Wissenschaften durchgeführt wurde. An der Umfrage nahmen 2.000 Personen teil – Menschen unterschiedlichen Alters und sozialer Gruppen. Befragt wurden auch Atomexperten und Studenten der Fachrichtung Kernenergie. Das Ergebnis ist wie folgt: 2021 waren es 64,9% der Befragten, die eine generell positive Einstellung zum AKW-Bau haben, 25,1% waren dagegen und 10% konnten weder eine bejahende noch eine verneinende Antwort geben“, sagte Lilija Dulinez.

In der Atomstadt Ostrowez befürworteten 72,6 Prozent der Befragten den Bau des Kernkraftwerks. Dieses Ergebnis sei darauf zurückzuführen, dass mit dem Bau eines Kraftwerks wirtschaftliche und soziale Entwicklung in der Region angespornt wird, es werden Arbeitsplätze geschaffen, das Lebensniveau verbessert sich. „Innerhalb von weniger als 10 Jahren hat sich die städtische Siedlung Ostrowez in eine schöne, moderne Stadt verwandelt. Im sozialen Bereich tut sich was: Hier wurden eine Schule, ein Kindergarten gebaut. Das Kreiskrankenhaus erhielt moderne Ausrüstung und Anlagen. In der Stadt funktionieren ein Sportzentrum und ein Zentrum für Kultur und Kunsthandwerk. Der Wohnungsbau in Ostrowez hat nach wie vor Priorität: Hier wurden bereits 52 Häuser errichtet, das sind über 210.000 Quadratmeter Wohnfläche (3.100 Wohnungen)“, sagte sie.

Die positiven Veränderungen in Ostrowez hängen mit den Beschäftigungsmöglichkeiten (76,3%), Verbesserung der Sportinfrastruktur (74,6%) und des Handels (68,5%) zusammen. Die Verfügbarkeit von Wohnraum, die Modernisierung des öffentlichen Nahverkehrs und eine bessere Qualität von Straßen und Wasserversorgung in den Jahren 2020-2021 trugen zum aktuellen Umfrageergebnis bedeutend bei.

„Die im Verlauf der Umfrage gewonnenen Ergebnisse zeugen davon, dass es im öffentlichen Bewusstsein gravierende Veränderungen stattgefunden haben, was die Überwindung der Tschernobyl-Komplexe und -Syndrome angeht. Ganz anders sah es 2005 aus, als die ersten Umfragen zur Atomenergie durchgeführt wurden. Zweifellos sind dies positiven Einstellungen darauf zurückzuführen, das die Bevölkerung die Vorteile der nuklearen Erzeugung sieht“, fasst Lilija Dulinez zusammen.

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