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22 März 2024, 11:49

Verteidigungsminister: Die Erinnerung an Chatyn soll unser Volk vor solchen Tragödien bewahren 

LOGOISK, 22. März (BelTA) - Wir werden uns immer daran erinnern und wir werden auch alle anderen daran erinnern, was hier, im Zentrum Europas, vor 81 Jahren geschehen ist. Diese Erinnerung soll unser Volkes vor Schlimmerem bewahren. Das sagte Verteidigungsminister Generalleutnant Wiktor Chrenin bei einer Veranstaltung in der Gedenkstätte Chatyn. Heute, am 22. März, wurde am Ewigen Feuer und am Memorial „Der Friedhof der Dörfer“ der Opfer der Tragödie von Chatyn gedacht. 
Dort, wo vor 81 Jahren ein Dorf stand und friedliche Menschen lebten, steht heute eine Gedenkstätte. Sie erinnert an den 22. März 1943,  als die SS-Henker das Dorf vernichtet und seine Bewohner verbrannt haben. Heute ist das ein Symbol für alle Opfer der NS-Gräueltaten. Jährlich kommen Tausende Besucher aus Belarus und Ausland, allen und ganze Familien, offizielle Delegationen, Schüler und Arbeitskollektive hierher, um eine Schweigeminute für die unschuldigen Opfer des  faschistischen Besatzungsregimes einzulegen. 

Die Delegation des belarussischen Verteidigungsministeriums war die erste, die die Blumen an der Ewigen Flamme niederlegte. „Es ist sehr wichtig für uns, für unser Volk, dass wir solche Gedenkstätten in unserem Land erhalten und das Gedenken an die Gefallenen ehren. Denn je weiter wir uns von diesen tragischen Ereignissen entfernen, desto stärker sollte unser Gedenken sein. Wir müssen der jüngeren Generation zeigen, welche Tragödie sich in unserem Land abgespielt hat“, sagte der Leiter des belarussischen Verteidigungsministeriums. 

Wiktor Chrenin sagte: Man darf den Blutzoll nicht vergessen, den das belarussische Volk in den Jahren des Großen Vaterländischen Krieges gezahlt hat. Besonders angesichts der massiven Versuche, die Geschichte umzuschreiben. „Heute wird immer öfter behauptet, dass die Geschichte anders war, als wir es in Erinnerung haben. Nur wir werden die Menschheit immer daran erinnern, was hier in der Tat geschehen ist. Damit es nie wieder in Europa zu solchen Tragödien kommt. Diese Erinnerung soll uns vor schlimmeren Sachen bewahren.“
 
Im Gespräch mit Journalisten erzählte Chrenin über die Änderungen einiger Gesetze. „Sie zielen in erster Linie auf die Stärkung der nationalen Sicherheit ab. Dabei haben wir die aktuellen tragischen Ereignisse im Süden berücksichtigt. Wir haben unsere Gesetze überprüft und festgestellt, dass sie geändert werden müssen, weil sich die Herausforderungen und Bedrohungen ändern. Wir müssen darauf vorbereitet sein“, sagte der Minister. 
Im Jahr 2024 jährt sich die Tragödie von Chatyn zum 81. Mal. Belarus vergisst nicht, wie die SS-Schergen am 22. März 149 unschuldige Menschen, darunter 75 Kinder, in einer Scheune bei lebendigem Leib verbrannten. Unter den sechs Überlebenden war Iossif Kaminski, dessen Figur in Bronze am Eingang zur Gedenkstätte emporragt und zum bekanntesten Symbol des Widerstands und des ewigen Fluchs gegen den Faschismus wurde. In den Jahren der deutschen Besatzung wurden über 200 Dörfer in ganz Belarus komplett vernichtet und wurden nie mehr wieder aufgebaut. 
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