MINSK, 30. November (BelTA) – Die Republik Belarus tritt für eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Europäischen Union ein, während die EU-Länder ihre Politik auf Eskalation und Kriegsvorbereitung ausrichten. Das sagte Vizeverteidigungsminister Waleri Rewenko in einem TV-Interview.
Keine Herausforderungen und keine Provokationen lassen Belarus von seinem Kurs abbringen, ein konstruktives Zusammenwirken mit seinen Partnern anzustreben. „Wir haben zur gemeinsamen strategischen Übung der Streitkräfte von Belarus und Russland „Sapad 2025“ praktisch alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union und das OSZE-Sekretariat eingeladen. Wir wollten ihnen zeigen, dass unsere Übungen einen defensiven Charakter haben. Die meisten EU-Staaten haben unsere Einladung ignoriert. Warum? Weil sie eine Politik durchführen, die auf Eskalation und auf Kriegshetze abzielt. Daraus machen sie auch keinen Hehl. Und wenn sie mit eigenen Augen sehen würden, was hier tatsächlich passiert, wäre das für sie sehr nachteilig“, sagte Rewenko.
Das Verteidigungsministerium hat etwa 150 Journalisten aus 15 Staaten zu den Übungen eingeladen. „Wir haben den Inhalt und die Aufgaben der Übung klar und deutlich benannt“, betonte Waleri Rewenko.
Ende Oktober fand in Minsk die Internationale Konferenz zur eurasischen Sicherheit statt, erwähnte Vizeminister. „Diese Konferenz hat gezeigt: Auch im Westen gibt es verschiedenen Meinungen. Es gibt Meinungen, die mit der Position der Republik Belarus übereinstimmen. Belarus strebt Frieden und konstruktive Zusammenarbeit an“, betonte er.
Nach seiner Meinung ist eine solche Konferenz eine perfekte Dialogplattform. „Hier werden nicht nur Reden gehalten. Hier finden inoffizielle Gespräche und Diskussionen über politische Situationen statt. Belarus bekommt eine großartige Gelegenheit, seine Narrative durchzusetzen und seine Initiativen vorzustellen. Auf diese Weise können wir unsere Positionen dem Westen näherbringen“, sagte Waleri Rewenko.
