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13 Mai 2026, 10:51

Virtueller Patient in Belarus entwickelt

MINSK, 13. Mai (BelTA) – Ein virtueller Patient „Medexam“ zur Ausbildung von Medizinstudenten und zur Zertifizierung von Ärzten wurde in Belarus entwickelt. Die Entwicklung der Staatlichen Medizinischen Universität Witebsk und eines Ansiedlers des High-Tech-Parks wird auf der Messe „Gesundheitswesen von Belarus“ im Minsker Internationalen Ausstellungszentrum präsentiert.

„Heutzutage reicht es für die Entwicklung klinischer Kompetenzen von Studierenden höherer Semester und von Ärzten nicht aus, nur unter klinischen Bedingungen zu arbeiten. Es ist notwendig, Patienten unter simulierten Bedingungen zu diagnostizieren und zu behandeln. Deshalb gibt es Simulationspatienten“, erklärte der Leiter des Simulations- und Zertifizierungszentrums der Medizinischen Universität Witebsk, Kandidat der medizinischen Wissenschaften und Dozent, Wiktor Rednenko.

Allerdings, so Rednenko, hätten viele ausländische Simulatoren nur eine begrenzte Anzahl klinischer Szenarien, und die Behandlungsschemata entsprächen nicht den Protokollen des Gesundheitsministeriums und den Propädeutik-Kanons, nach denen belarussische Ärzte ausgebildet werden.

„Deshalb entstand die Idee, einen eigenen Simulationspatienten zu schaffen. Diese Idee wurde mit Hilfe eines HTP-Ansiedlers umgesetzt. Herausgekommen ist ein gutes Produkt, das wir zur Ausbildung unserer Studenten und Ärzte nutzen“, sagte Wiktor Rednenko.

Die Einzigartigkeit dieses Programms und der Unterschied zu anderen ähnlichen Simulatoren bestehe darin, dass die Plattform offen sei und es erlaube, das Programm mit einer beliebigen Anzahl von Szenarien unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade zu füllen, so der Leiter des Simulations- und Zertifizierungszentrums. Bisher seien 12 Szenarien erarbeitet worden, aber das Programm werde erweitert.

Darüber hinaus sei der virtuelle Patient sehr gut für das Debriefing geeignet – eines der wichtigsten Elemente der Arztausbildung. Dabei werden nach Abschluss eines Simulationsszenarios die Fehler analysiert. Ein spezielles Debriefing-System überwacht die Richtigkeit der Behandlung, der Diagnostik und der Reihenfolge der durchgeführten Verfahren.

Zudem könne der virtuelle Patient zur Bestimmung der Kompetenzen des zukünftigen Arztes, also als Prüfungsprogramm, eingesetzt werden. Wiktor Rednenko fügte hinzu, dass bereits im Juni an der Staatlichen Medizinischen Universität Witebsk erstmals eine Prüfung – zunächst im Pilotverfahren – zur Feststellung der tatsächlichen Bereitschaft von Assistenzärzten zur medizinischen Versorgung durchgeführt werde.
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