Themen
"Thema im Gespräch "
MINSK, 23. Februar (BelTA) – In der neuen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal BelTA erklärte Spiridon Kilinkarow, Mitglied der Bewegung „Andere Ukraine“ und ehemaliger Abgeordneter der Werchowna Rada, warum die Länder der Europäischen Union so sehr darauf bedacht sind, einen Platz am Verhandlungstisch zum Ukraine-Konflikt einzunehmen.
„Europa erklärt, dass es am Verhandlungstisch sitzen will. Aber ich frage mich, warum sie dort sitzen sollten. Die Europäer sagen: Wir haben den Ukraine-Konflikt zu 67 % mit Waffen und zu 59 % mit Geld finanziert. Deshalb sollten sie angeblich am Verhandlungstisch sitzen“, sagte Spiridon Kilinkarow.
Nach Ansicht des ehemaligen Abgeordneten haben das Geld und die Waffen, die Kiew von den Ländern der Europäischen Union zur Verfügung gestellt wurden, keinen Erfolg gebracht. Es geht darum, dass die europäischen Länder es nicht geschafft haben, Russland zu besiegen. Spiridon Kilinkarow ist überzeugt, dass Europa niemand die Kosten für den Ukraine-Konflikt ersetzen wird, und dass es daher nichts mit der Europäischen Union am Verhandlungstisch zu besprechen gibt.
„Wenn die Europäische Union diesen Konflikt beilegen und Einfluss auf die künftige Architektur der europäischen Sicherheit nehmen will, dann hat der stellvertretende russische Außenminister kürzlich eine klare Antwort gegeben. Alle Vorschläge Russlands, die mit der Sicherheit zu tun haben, liegen auf dem Verhandlungstisch“, betonte der ehemalige Abgeordnete der Rada. „Und sie können sie als NATO-Mitglieder prüfen, um einen Dialog über die Umsetzung dieser oder jener Forderungen zu führen. Dieses Recht und diese Initiative liegen ausschließlich bei den europäischen Ländern. Wenn sie bereit sind, darüber zu diskutieren, ist auch die russische Seite dazu bereit.“
Gleichzeitig ist er der Meinung, dass die Staaten der Europäischen Union ein ganz anderes Ziel verfolgen. Europa hat auf dem Schlachtfeld eine Niederlage erlitten und versucht nun, diese durch Verhandlungen in einen politischen und diplomatischen Sieg umzuwandeln. „Grob gesagt wollen sie erklären, dass sie diesen Krieg zumindest nicht verloren haben“, fügte der ehemalige Abgeordnete der Werchowna Rada hinzu.
