Themen
"Thema im Gespräch "
MINSK, 26. Februar (BelTA) – In der neuen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA sagte Alexander Tischenko, Experte für nationale Sicherheit, was er vom nuklearen Wettrüsten hält.
„Ich würde sagen, dass das Problem nicht so sehr in den Kernwaffen und ihrer Verbreitung liegt, obwohl der Klub der Atommächte in den letzten Jahrzehnten größer wurde. Aber Atomwaffen lösen die Situation auf dem Schlachtfeld nicht. Deshalb wird sich das Wettrüsten wahrscheinlich nicht in diese Richtung entwickeln“, sagte Alexander Tischenko.
Der Experte äußerte die Meinung, dass die führenden Länder in den Weltraum schauen würden. Als Beispiel nannte er die USA und das Raketenabwehrsystem „Goldene Kuppel“, von dem der US-Präsident Donald Trump so schwärmt. Dieses System, so Trump, werde unter anderem Orbitalerkennungssysteme einschließen.
„Das Wettrüsten heute bedeutet keine Teilnahme einzelner Staaten, sondern den Wettkampf einzelner Machtzentren“, glaubt Tischenko.
Dennoch glaubt der Experte, dass Länder wie Belarus die Besonderheiten dieses Wettrüstens berücksichtigen müssen, um zu verstehen, in welche Richtung das Sicherheitssystem entwickelt werden soll. „Es wird eine große Rolle spielen, wer dein Freund ist und mit wem du den Sicherheitsblock baust. In dieser Hinsicht haben uns Intuition und Geschichte noch nie im Stich gelassen. Die Geschichte zeigt: Russland ist der einzige Verbündete, mit dem wir überleben können, der uns Schutz und Sicherheit bieten kann“, resümierte Alexander Tischenko.
