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20 Juli 2022, 16:12

„Wir werden unsere nationalen Interessen entschieden schützen.“ Sikorski erläutert Vorwürfe von Belarus gegenüber ICAO

MINSK, 20. Juli (BelTA) - Belarus wird seine nationalen Interessen im Bereich der Zivilluftfahrt entschieden schützen. Diese Erklärung hat Artjom Sikorski, Leiter der Luftfahrtabteilung des Ministeriums für Verkehr und Kommunikation, heute vor Journalisten abgegeben.

Die ICAO hat sich kürzlich mit zwei Themen befasst: der Zwischenfall mit dem Ryanair-Flug über Belarus am 23. Mai 2021 und die Beschwerde von Belarus gegen das Vorgehen mehrerer europäischer Staaten, die Sanktionen gegen die Zivilluftfahrt unseres Landes verhängt haben. Der ICAO-Bericht über diesen Vorfall wurde diskutiert.

"Es wurde ein Entwurf der Beschwerde gegen die Staaten vorbereitet, die illegal unsere Fluggesellschaften und unsere Passagiere am Zugang zum Luftraum Europas und anderer Länder hindern und Flughäfen für uns schließen, und damit das Abkommen von Chicago verletzen. Außerdem wird ausländischen Luftfahrtunternehmen empfohlen, dem belarussischen Luftraum zu vermeiden, obwohl die Sicherheit des Luftverkehrs sogar auch in diesem Bericht nicht in Frage gestellt wird. Die Position des Westens wurde bei dieser Überprüfung perfekt demonstriert. Als wir das Arbeitsdokument vorlegten, drängten die westlichen Länder den ICAO-Ratspräsidenten sofort, keine Entscheidung zu treffen und es zu ignorieren. Der US-Vertreter hat direkt gesagt, dass diese Blockademaßnahmen die Rache des Westens sind", sagte Artjom Sikorski.

Die belarussische Seite betonte, dass derartige Äußerungen inakzeptabel seien, und wies auch darauf hin, dass Sanktionen nicht punktuell sein könnten: In jedem Fall würden die Bürger betroffen sein. "Womit beschäftigt sich dann die ICAO? Soll sie dazu beitregen, den Menschen das Recht auf Freizügigkeit nach dem Vorbild der westlichen Länder vorzuenthalten? Woran tragen dann die belarussischen Fluggesellschaften Schuld? Warum werden europäische Fluggesellschaften, die nicht über Belarus fliegen dürfen, bestraft?“ fragt Artjom Sikorski.

"Es war ein spaltender Moment. Daraufhin wurde unsere Position von China, Russland, Südafrika, Indien und vielen anderen Ländern unterstützt. Infolgedessen konnte der ICAO-Ratspräsident diese Beschwerde nicht einfach zurückziehen und wird sie prüfen müssen. Wir werden unsere nationalen Interessen entschieden verteidigen", so Artjom Sikorski.

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