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Gesellschaft
09 Juni 2021, 12:03

Wirtschaftsexpertin über Sanktionen: Das sind neue Chancen

MINSK, 9. Juni (BelTA) – Die westlichen Sanktionen eröffnen neue Möglichkeiten für die Wirtschaft. Das sagte Jekaterina Gospodarik, Leiterin der Abteilung für analytische Ökonomie und Ökonometrie der Belarussischen Staatlichen Universität, in einer Rundfunksendung, berichtet die Zeitung „SB. Belarus segodnja“.

„Wir müssen die Sanktionen als Chance nutzen. Zum Beispiel hat die EU im Jahr 2014 ein Lebensmittelembargo gegen Russland verhängt. Russland war gezwungen, seinen Lebensmittelmarkt umzuorientieren und innerhalb des Landes nach neuen Möglichkeiten zu suchen. Es investierte in neue Arbeitsplätze und stellten den Verbrauch einheimischer Produkte in den Vordergrund“, sagte die Expertin. „Heute importiert Russland weniger Lebensmittel, produziert mehr eigene Lebensmittel und exportiert sie in andere Staaten. Das Embargo führte zu einer Situation, in der das Land effektiver zu arbeiten begann und nach neuen Märkten oder Marktnischen suchte. Es ist wahr, dass nicht alles von heute auf morgen zustande kommt. Wenn wir heute von den Weltmärkten abgeschnitten sind, brauchen wir etwas Zeit, um uns umzuorientieren und neue Möglichkeiten zu finden. Das heißt, wir brauchen eine Anpassungsphase.“

Die Wirtschaftswissenschaftlerin hält es für wichtig, dass die Belarussen die einheimischen Produzenten mehr unterstützen. „Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass wir unseren eigenen Herstellern helfen, indem wir vorrangig ihre Produkte kaufen. Wer die Auslandsware lauft, hilft der EU oder auch China. Das Motto „Belarus kauft „Made in Belarus“ ist heute sehr relevant. Wo wir doch viele qualitativ hochwertige Waren produzieren. Ja, es mag einmal Probleme damit gegeben haben. Aber wir haben eine tiefgreifende Modernisierung unserer Produktionskapazitäten durchgeführt, vieles verbessert und einen bedeutenden Durchbruch in Bezug auf die Produktqualität gemacht“, sagte sie.

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