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25 November 2021, 12:50

Wolfowitsch: Internationale Sicherheitsarchitektur stürzt vor unseren Augen ein

MINSK, 25. November (BelTA) - Die internationale Sicherheitsarchitektur stürzt vor unseren Augen ein, machte Alexander Wolfowitsch, Staatssekretär im Sicherheitsrat, vor den Journalisten einen Statement. Alexander Wofowitsch nimmt teil an der IX. Internationalen Forschungs- und Praxiskonferenz zu nationaler Sicherheitsgewährleistung "Sicherheit unter den Bedingungen sich wandelnder Bedrohungen: Aktuelle Probleme und Lösungen".

"Wir werden heute mit neuen Risiken und Herausforderungen für die nationale Sicherheit konfrontiert. In der heutigen Realität geht es in erster Linie um hybride Kriege, Cyber-Bedrohungen, biologische Gefahren, militärische Konflikte, internationalen Terrorismus und den Einsatz künstlicher Intelligenz zu kriminellen Zwecken. Diese und andere Bedrohungen betreffen alle Staaten und müssen bekämpft werden. Und das sind die Schwerpunkte dieser Konferenz. Außerdem stürzt die internationale Sicherheitsarchitektur vor unseren Augen ein. Das Arsenal der Druckausübungsmittel umfasst solche Methoden wie politische und wirtschaftliche Sanktionen sowie militärische Aktivitäten in den Staatsgebieten von Nachbarländern. Leider ist auch Belarus mit dem gesamten Arsenal dieses Drucks konfrontiert. Was in den angrenzenden Gebieten geschieht, kann nur Besorgnis erregen. Es geht dabei um die NATO-Aktivitäten und die Zunahme von Militärübungen", sagte Alexander Wolfowitsch.

Im vergangenen Jahr fanden mehr als 50 groß angelegte Übungen in den Nachbarländern statt, auch in der Nähe der belarussischen Grenzen. "Heute finden im Staatsgebiet Polens und Lettlands fünf Militärübungen statt, an denen mehr als 14.000 Menschen beteiligt sind. Ist es viel oder wenig? Wahrscheinlich genug, um eine Art Grenzkonflikt auszulösen oder ein Nachbarland zu veranlassen, angemessene Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Ausgegangen davon ist die Aufrechterhaltung der ständigen Kampfbereitschaft nicht nur der Streitkräfte, sondern generell aller Kräfte und Mittel des nationalen Sicherheitssystems von größter Bedeutung. Dies ist wahrscheinlich ein Grund, warum diese Fragen unter der ständigen Kontrolle des Präsidenten, des Oberbefehlshabers, stehen. Dem Aufbau und der Entwicklung der Streitkräfte als einem Kernstück der militärischen Organisation des Staates wird große Aufmerksamkeit gewidmet. Es werden neue Flugzeuge, Hubschrauber, gepanzerte Fahrzeuge, Mehrfachraketenwerfer, Überwachungs- und Zielgeräte sowie automatische Truppensteuerungssysteme angeschafft. Der Präsident beaufsichtigt auch die Ausbildung des Personals: Wir führen entsprechende Übungen für den Führungsstab durch. Ein weiterer wichtiger Vektor, der auch auf der Konferenz angesprochen wird, ist der politisch-militärische Vektor. Für uns ist das die GUS, die OVKS, die Interaktion und Zusammenarbeit mit unseren strategischen Partnern, zu denen neben der Russischen Föderation die Volksrepublik China gehört. Nur gemeinsam können wir Maßnahmen entwickeln, mit denen wir auf diese Bedrohungen reagieren können“, wies der Staatssekretär hin.

Ein wichtiges Thema ist die militärisch-patriotische Erziehung junger Menschen. "Dies ist die Grundlage für die Gewährleistung der nationalen Sicherheit und die Bewahrung der geistigen und moralischen Werte, eine der wichtigsten Aufgaben eines jeden Staates. Weitere Bestandteile sind ebenfalls die rechtlichen Rahmen, die Vornahme der Abänderungen in Gesetze, Verordnungen und andere Rechtsvorschriften", fügte Alexander Wolfowitsch hinzu.

Das Institut für Nationale Sicherheit veranstaltet zusammen mit dem Staatlichen Sicherheitskomitee am 25. und 26. November die IX. Internationale Forschungs- und Praxiskonferenz zu nationaler Sicherheitsgewährleistung "Sicherheit unter den Bedingungen sich wandelnder Bedrohungen: Aktuelle Probleme und Lösungen". Die Konferenz fällt mit dem Feiern des 75-jährigen Bestehens des Instituts zusammen, haben gegenüber BELTA die Veranstalter mitgeteilt.

Die Konferenz ist ein jährliches Forum für den Austausch von Meinungen, Forschungsergebnissen und praktischen Errungenschaften von anerkannten Experten aus den Sicherheits- und Nachrichtendiensten, der akademischen Gemeinschaft, Regierungsbehörden, Hochschuleinrichtungen und belarussischen Partnern aus dem nahen und fernen Ausland.

In diesem Jahr erhielt das Organisationskomitee mehr als 300 Teilnahmeanträge von Vertretern aus 10 Ländern – Ägypten, Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgistan, Pakistan, Russland, Usbekistan, Vietnam, Belarus, – und von 5 internationalen Organisationen: das Zentrum für Terrorismusbekämpfung der GUS-Mitgliedstaaten, GUS-Exekutivkomitee, Exekutivkomitee der regionalen Anti-Terror-Struktur der SOZ, die Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit und OVKS-Parlamentarische Versammlung.

Die Arbeit der Konferenz erfolgt in fünf Sektionen und zwar wird es über die folgenden Schwerpunkte diskutiert: theoretische und methodische Ansätze und Problematik der internationalen, nationalen und regionalen Sicherheit (historisches Gedächtnis und historische Politik, Theorie und Praxis in Gewährleistung der internationalen, regionalen und nationalen Sicherheit, Bekämpfung terroristischer Erscheinungen, Ausbildung im Bereich der Sicherheit); das Recht als Instrument zur Gewährleistung der Sicherheit des Einzelnen, der Gesellschaft und des Staates (rechtliche Gewährleistung der Informationssicherheit und Politik im Bereich der nationalen Sicherheit und der Strafverfolgung); Psychologische Aspekte der nationalen Sicherheit (destruktive psychologische Auswirkungen auf den Einzelnen, die Gesellschaft und den Staat; soziale und psychologische Aspekte und Probleme bei der Anwendung der Erkenntnisse der psychologischen Wissenschaft auf die praktische Arbeit der Sicherheits- und Sonderdienste sowie die Psychologie des Terrorismus).

Darüber hinaus werden es Informationstechnologien im Kontext der Sicherheit behandelt: Digitalisierung als globale Herausforderung und Sicherheitsreserve, Informationsschutz und Informationssicherheit, Informationstechnologien in Sicherheitsaktivitäten, aktuelle Fragen der Informations- und Analysetätigkeit wie die Automatisierung der Informationssuche und -analyse, Reserven der künstlichen Intelligenz, sowie die Aktivitäten der Sicherheitsdienste und -behörden zur Gewährleistung der Sicherheit des Einzelnen, der Gesellschaft und des Staates.

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