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28 September 2021, 15:01

Zusammenhalt der GUS-Volkswirtschaften spielt in Zeiten globaler Turbulenzen entscheidende Rolle

Igor Petrischenko. Archivfoto
Igor Petrischenko. Archivfoto

MINSK, 28. September (BelTA) – In Zeiten globaler Turbulenzen ist die Zusammenarbeit der GUS-Volkswirtschaften von entscheidender Bedeutung. Das erklärte der stellvertretende Premierminister Igor Petrischenko auf der internationalen wissenschaftlichen Konferenz „30 Jahre Gemeinschaft Unabhängiger Staaten: Bilanz und Aussichten“.

„Heute ist die GUS eine von der internationalen Gemeinschaft anerkannte regionale Organisation mit praktischen Inhalten und einer breiten Palette von Themen, die im Interesse ihrer Mitgliedsstaaten liegen. Eine der wichtigsten Errungenschaften der GUS ist die objektive Aufrechterhaltung enger menschlicher Kontakte und des Austauschs, vertrauensvoller politischer Beziehungen und vielfältiger wirtschaftlicher Beziehungen, die zur weiteren Integration tendieren. Von besonderer Bedeutung ist die Einrichtung der Freihandelszone für Waren, die günstige Bedingungen für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Länder bietet“, sagte Igor Petrischenko. „Ich möchte darauf hinweisen, dass die Zusammenarbeit der GUS-Volkswirtschaften in Zeiten globaler Turbulenzen von entscheidender Bedeutung ist.

Der Handel und die Investitionszusammenarbeit im GUS-Raum weisen eine positive Dynamik auf. Die im Rahmen des Integrationsformats ergriffenen Maßnahmen haben es ermöglicht, den gegenseitigen Handel in der GUS in der ersten Hälfte des Jahres 2021 um 26,7 % zu steigern.“

Im Jahr des 30-jährigen Bestehens der GUS hat Belarus den Vorsitz in der Gemeinschaft übernommen. „Wir haben unsere gemeinsame Tätigkeit auf die folgenden Hauptbereiche konzentriert. Der erste ist die weitere Vertiefung der Integrationsprozesse in der GUS. Auf die Dauer heißt das die Schaffung eines breiteren eurasischen Kooperationsraumes, nicht zuletzt durch die Integration mit anderen regionalen Organisationen und Vereinigungen wie EAWU, OVKS und SOZ. Der zweite Bereich ist die Entwicklung und Förderung eines gemeinsamen Wirtschaftsraums, die Steigerung der Effizienz des Handels und der wirtschaftlichen Interaktion und Abbau von Hindernissen für den freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Kapital und Arbeit“, so der Vizepremier.

Das BIP-Wachstum in der GUS lag im Januar-Juli 2021 bei 104,4 %, die Industrieproduktion bei 104,2%, die Anlageinvestitionen bei 105,4% und der Warentransport bei 105,4% (gegenüber dem Vorjahreszeitraum).

Der dritte Bereich der Zusammenarbeit ist laut Petrischenko die Stärkung der humanitären Beziehungen und der Ausbau von Kontakten in den Bereichen Wissenschaft, Bildung, Gesundheitswesen, Kultur, Sport und Tourismus. „Und die vierte Priorität, die nicht weniger wichtig ist als die oben genannten, ist die Koordinierung der Bemühungen in den Bereichen Verteidigung und internationale Sicherheit“, fügte er hinzu.

Nach Angaben des stellvertretenden Premierministers wird die Arbeit am Entwurf für das Abkommen über den freien Dienstleistungsverkehr fortgesetzt. „Wir gehen davon aus, dass die gemeinsame Arbeit interessierter Akteure es uns ermöglichen wird, den Entwurf so bald wie möglich den obersten Gremien der GUS zur Prüfung vorzulegen. Die Unterzeichnung des Abkommens wird eine zusätzliche Gelegenheit für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung im Interesse der Gemeinschaft auf der Grundlage einer integrierten Freihandelszone bieten“, sagte Igor Petrischenko.

„Leider arbeiten wir nicht immer in einem günstigen äußeren Umfeld. Wettbewerb, Vorurteile, Herausforderungen, Einschränkungen verschiedener Art sind Dinge, mit denen wir gemeinsam zu tun haben und auf die wir reagieren müssen. Belarus sieht sich in der letzten Zeit einem noch nie dagewesenen und zunehmenden Druck seitens des kollektiven Westens ausgesetzt, der unter dem Vorwand der Sorge um die Menschenrechte ausgeübt wird. Der Umgang mit Belarus ist geprägt durch Doppelstandards, wir tragen weiterhin die Kosten für ungerechtfertigten politischen oder wirtschaftlichen Druck. In solchen Situationen ist es äußerst wichtig, die Unterstützung von Freunden und Partnern in der GUS zu erhalten, Integrität zu zeigen, unsere wichtigsten Ansätze und gemeinsamen Interessen zu verteidigen und auf die wirtschaftlichen Folgen zu reagieren“, so der stellvertretende Premierminister.

Heute findet in Minsk eine internationale wissenschaftlich-praktische Konferenz zum Thema „30 Jahre Gemeinschaft Unabhängiger Staaten: Bilanz und Aussichten“ statt. Sie wurde von der Nationalen Akademie der Wissenschaften von Belarus und dem GUS-Exekutivkomitee organisiert. Auf der Konferenz sollen die Ergebnisse des 30-jährigen Bestehens der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten zusammengefasst und konkrete Empfehlungen zur Steigerung der Wirksamkeit der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten für die Zukunft erarbeitet werden. Die Veranstaltung wird vom Zwischenstaatlichen Fonds für humanitäre Zusammenarbeit der GUS-Mitgliedstaaten unterstützt.

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